Mo, 20. November 2017

Scharfe Kritik

02.10.2013 14:22

Ex-Generalsekretär: „Selbstaufgabe der ÖVP“

Nach der Wiener Bezirkschefin Ursula Stenzel (siehe Infobox) rechnet nun ein nächster prominenter ÖVP-Politiker mit seiner eigenen Partei ab. "Die Entscheidung der ÖVP, diesen Wahlkampf auf die Stammwähler zu reduzieren, bedeutete die Selbstaufgabe", erklärt der ehemalige ÖVP-Generalsekretär und langjährige Parlamentarier Ferdinand Maier im aktuellen "News".

Der Slogan "Michael Spindelegger. Willkommen Zukunft" sei nichtssagend gewesen, die Wahlkampagne der von der ÖVP engagierten Agentur unglücklich, primitiv und unprofessionell: "Das war ein Beitrag für ein Nichtwähler-Programm."

Maier: Partei öffnet sich nicht
Zudem macht Maier auf das strukturelle Hauptproblem der ÖVP aufmerksam: Die Partei sei verengt, öffne sich nicht: "Ich leide darunter, dass Teile des BZÖ um Josef Bucher eine Gruppierung sind, die auch in der ÖVP hätte Platz haben können. Die NEOS sind eine Gruppe von jüngeren Leuten, die alle miteinander aus der ÖVP kommen. Die Partei hat es nicht geschafft, so offen zu bleiben, um beispielsweise die NEOS hereinzuholen."

"Dumpfes Funktionärsdenken"
Wenn man so weitermache, drohe spätestens 2018 der Absturz: "Wegen der Saft-, Zahn- und Kraftlosigkeit, der Ideenlosigkeit der Führungsmannschaft. Es herrscht dumpfes Funktionärsdenken, kein weltoffenes, zukunftsorientiertes strategisches Denken."

Maiers Vorschlag, wie anders und besser regiert werden könnte: Die große Koalition möge Konstruktionen schaffen, "wo Grüne und NEOS etwa in der Form von Staatssekretariaten für Europafragen und Pensionssicherung" mit von der Partie sein sollten.

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