Mi, 13. Dezember 2017

In Grazer Lokal

30.09.2013 13:06

Massenschlägerei fordert zahlreiche Verletzte

Eine Auseinandersetzung zwischen Afghanen und Tschetschenen ist in der Nacht auf Sonntag in einem Lokal in Graz völlig eskaliert. Nicht nur mit Fäusten, sondern auch mit Eisenstangen und Baseballschlägern prügelten die Gruppen aufeinander ein. Mindestens neun Menschen wurden verletzt, zudem wurden Fenster und Türen des Lokals beschädigt. Es gab zwei Festnahmen, etliche Täter konnten flüchten.

Am Samstag gegen 22.30 Uhr hatte ein 17-jähriger Afghane in dem Innenstadtlokal zu randalieren begonnen, woraufhin er von einem Security nach Hause geschickt wurde. Der 17-Jährige wollte sich jedoch nicht geschlagen geben und versuchte erneut in das Lokal zu kommen. Als ihm der Security einen neuerlichen Zutritt verwehrte, kündigte der junge Mann an, mit Verstärkung wiederzukommen und das Lokal zu zerstören.

Etwa 20 Minuten später stand der 17-Jährige tatsächlich mit rund 30 Landsleuten vor der Tür. Mit Steinen und Eisenstangen zerschlugen sie von außen die Fensterscheiben des im ersten Stock gelegenen Lokals und eines Büros im Parterre. Zudem versuchten die Randalierer das Lokal zu stürmen, woraufhin der Türsteher Pfefferspray einsetzte. Angeblich wurde vor dem Lokal auch ein Schuss abgefeuert. Zeugen verständigten danach sofort die Polizei.

Mit Baseballschlägern und Eisenstangen bewaffnet
Insgesamt neun Polizeistreifen eilten zu dem Lokal. Zu diesem Zeitpunkt schlugen bereits zwei verfeindete Gruppen aufeinander ein. Den Einsatzkräften gelang es nur mühevoll, die Randalierer voneinander zu trennen. Zwei Personen wurden vorübergehend festgenommen.

Nachdem der Einsatz beendet war, stürmten etwa drei Stunden später erneut rund 20 mit Baseballschlägern, Eisenstangen und Messern bewaffnete Männer das Lokal und attackierten die dort noch vereinzelt verbliebenen Gäste. Diese Aktion soll laut Polizei nach wenigen Sekunden vorbei gewesen sein, die Angreifer ergriffen die Flucht.

Angreifer der Polizei bekannt
Bisher geht man von mindestens neun Verletzten aus. Die Beteiligten sind aufgrund vorangegangener Amtshandlungen der Polizei bereits zum größten Teil bekannt. Seitens der Exekutive verfolge man zwar immer wieder Aggressionshandlungen zwischen Vertretern der verfeindeten Volksgruppen, von einem ethnischen Konflikt, der auch seine Ursache in Revierkämpfen um den Drogenhandel haben könnte, könne aber nicht die Rede sein, so ein ermittelnder Beamter.

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