Mo, 11. Dezember 2017

Bullen in Topform

30.09.2013 09:46

Salzburg wird "heuer noch mehrere Rekorde brechen"

Mit einer Torgala nach Maß hat Salzburg in der Bundesliga wieder ein Zeichen gesetzt. Wiener Neustadt wurde am Sonntag mit einer 1:8-Packung auf die Heimreise geschickt, der höchste Sieg der Red-Bull-Ära machte in Wals-Siezenheim Lust auf mehr. "So wie wir in dieser Saison spielen, war es nur eine Frage der Zeit, bis dieser Rekord fällt. Wir werden heuer noch mehrere Rekorde brechen", kündigte Martin Hinteregger vollmundig an.

Spielend leicht baute der Tabellenführer seine Serie auf 29 Liga-Partien ohne Niederlage aus; die bisher letzte Liga-Pleite passierte den "Bullen" am 24. November des Vorjahres mit einem 1:3 in Ried. Salzburg liegt nach zehn Runden nun vier Zähler vor dem ersten Verfolger Ried, auf die Wiener Großklubs Rapid und Austria beträgt der Vorsprung bereits je sieben Punkte.

Schmidt will "weiter vorne weg marschieren"
Die unerwarteten Ausrutscher der vermeintlichen Konkurrenz aus Wien wurden blendend genutzt. "Es war unser Ziel, uns abzusetzen. Aufgrund der bisherigen Leistungen müssten wir eigentlich weiter voran sein", blickte Trainer Roger Schmidt erfreut auf die Tabelle. Für den Deutschen war die weitere Route klar: "Jetzt wollen wir weiter vorne weg marschieren."

Am Sonntag gegen die Austria
Die Möglichkeit für das nächste Statement ergibt sich für Salzburg am kommenden Sonntag gegen den Titelverteidiger. Meister Austria wurde bereits im ersten Saisonduell mit 5:1 in die Schranken gewiesen. Rapids seit 1987 währende Rekordserie von 30 ungeschlagenen Spielen ausgerechnet in Wien einzustellen, dürfte für Salzburg weitere Motivation sein.

Allein das Sturmduo Alan und Jonatan Soriano, gegen Wiener Neustadt für sechs Treffer verantwortlich, soll die Austria das Fürchten lehren. Alan stahl seinem spanischen Teamkollegen dank eines Viererpacks dieses Mal die Show. Der Brasilianer schraubte seine Ausbeute auf sieben Saisontore hoch. "Alan ist wieder frisch und in Topform. Er ist so gut wie noch nie und auch physisch wieder in sehr gutem Zustand", lobte Schmidt den 24-Jährigen.

Leitgeb zeigte auf
Erfreut durfte der Salzburg-Coach feststellen, dass es gegen die besonders in der zweiten Spielhälfte überforderten Neustädter auch ohne den angeschlagenen Kevin Kampl hervorragend klappte. So konnte der nach langer Zeit wieder berücksichtigte Christoph Leitgeb bei seinem 45-Minuten-Einsatz glänzen. "Er hat gezeigt, wie gut er Fußball spielen kann", sagte Schmidt über den ÖFB-Teamkicker. Leitgeb steht in Salzburg bekanntlich auf dem Abstellgleis.

Konzentration auf Esbjerg
Als nächste Station steht für den Liga-Krösus aber nun einmal die Bestätigung der Leistung beim Europa-League-Abstecher in Dänemark auf dem Programm. Gegner Esbjerg gewann zum Auftakt der Gruppenphase überraschend bei Standard Lüttich (2:1). In der heimischen Liga siegte der Cupsieger am Wochenende überzeugend mit 4:1 gegen Sönderjysk und verteidigte damit Rang zwei. Esbjerg dürfte demnach ein anderes Kaliber als Wiener Neustadt sein.

Wiener Neustadt überfordert
Die Niederösterreicher rannten erneut gegen einen Vertreter der "großen Vier" der Bundesliga in ein Debakel. Im Saisonverlauf stehen gegen Salzburg (zwei Spiele), Austria, Rapid und Sturm aktuell null Punkte und ein Torverhältnis von 3:25 zu Buche. Warum es gegen Salzburg nach einem 1:5 zu Hause nun die nächste herbe Schlappe setzte, brachte Trainer Heimo Pfeifenberger in Erklärungsnotstand.

"Wir finden offensichtlich keine Mittel, haben zu viele Blackouts. Irgendwie fehlt mir die Erklärung, egal ob wir mit acht Mann hinten stehen oder mitspielen wollen - wir verlieren einfach zu hoch", sagte der Salzburger. Eine Einschätzung, die auch Torschütze Thomas Pichlmann teilte. "Wir bekommen zu viele einfache Gegentore. Das müssen wir schnellstmöglich abstellen, sonst stehen wir früher als uns lieb ist hinten drinnen", sagte der Stürmer.

Nach Salzburg wartet auf die nun vier Punkte vor Schlusslicht Admira auf Rang sieben liegenden Blauweißen am Sonntag das Heimspiel gegen Rapid. Gegen die Hütteldorfer werde man "eine andere Mannschaft sehen", wie Pichlmann versprach. Eine reine Mauertaktik wollen die Neustädter jedenfalls weiter nicht aufgreifen. "Wir wollen auch gegen starke Gegner mitspielen und unseren Erfolg im Spiel nach vorne suchen", sagte Dennis Mimm.

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