Di, 12. Dezember 2017

Grund zur Freude

27.09.2013 13:17

Europa: Einige gefährdete Tiere erleben Comeback

Um einige Tierarten, die in der Vergangenheit in Europa sehr weit zurückgedrängt worden waren, ist es einer aktuellen Studie zufolge nun etwas besser bestellt. Der europäische Bison (Bild), der Eurasische Biber, der Braunbär, die Grauwölfe und einige Vogelarten sind Beispiele für diese positive Entwicklung.

Von den 18 genauer untersuchten Arten ging in den vergangenen 50 Jahren lediglich die Anzahl der frei lebenden Iberischen Luchse zurück. Viele Tiere seien aber trotzdem weiterhin stark gefährdet, geben die Forscher zu bedenken.

Die Untersuchung wurde von Wissenschaftlern der Londoner Zoological Society sowie der Vogelschutzorganisationen "BirdLife International" und "European Bird Census Council" durchgeführt. Es handle sich um die erste einschlägige Tiefenanalyse, wie es in einem Papier der Artenschutzorganisation "Rewilding Europe" heißt.

Mehrere Gründe zur Freude
Positiv hervorsteche beispielsweise die Entwicklung des Weißschwanz-Seeadlers, dessen Bestände sich seit den 1970er-Jahren von damals 2.500 auf etwa 9.600 Brutpaare im Jahr 2010 erholt haben.

Ähnlich erfolgreich waren Projekte zur Wiederansiedlung europäischer Bisons. Die größten europäischen Pflanzenfresser waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts in freier Wildbahn ausgestorben. Die Aufzuchtprogramme mussten daher auf die letzten lebenden Exemplare in Gefangenschaft zurückgreifen. Mittlerweile gebe es wieder etwa 3.000 frei lebende Bisons, so der Bericht.

Die Wiederansiedlungsprogramme hätten auch dazu geführt, dass sich die Zahl der Braunbären in Europa verdoppelt habe und die der Grauwölfe sogar vier Mal so hoch sei wie in den 1970er-Jahren.

Trotzdem weiterhin viele Arten bedroht
"Rewilding Europe" zählt in Europa derzeit 219 frei lebende Säugetier- und 530 Vogelarten. Trotz der ermutigenden neuen Daten warnen die Wissenschafter: Es seien nach wie vor viele Arten vom Aussterben bedroht.

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