Do, 14. Dezember 2017

Steueraffäre

27.09.2013 13:10

Barca-Star Lionel Messi 2,5 Stunden lang befragt

Superstar Lionel Messi ist am Freitag kurz vor 11 Uhr zu einer Vernehmung wegen seiner Steueraffäre vor einem spanischen Gericht erschienen. Die zuständige Ermittlungsrichterin hatte den Profi des FC Barcelona und dessen Vater Jorge Horacio Messi vorgeladen. Der Weltfußballer betrat das Gerichtsgebäude in Gava bei Barcelona mit einem Lächeln. Mehrere Fans jubelten dem Argentinier vor dem Eingang zum Gericht zu.

Messi wurde rund zweieinhalb Stunden lang hinter geschlossenen Türen befragt, sein Vater etwa zwei Stunden lang. Der Spieler verließ das Gerichtsgebäude danach schweigend, aber mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen. Vor den Kameras streckte er in einer gelassenen Geste seinen Daumen in die Höhe.

Messis Anwalt Cristobal Martell sagte, es sei deutlich geworden, dass hinter den Vorgängen nur "geringe betrügerische Absicht" stecke. Vielmehr habe sich der "große Wille" seines Mandanten gezeigt, "die Angelegenheit mit der Behörde zu regeln, anstatt einen Kampf mit dem Staat vom Zaun zu brechen". Martell strich heraus, dass die Familie seit Beginn der Ermittlungen "Transparenz, Klarheit und Kooperationsbereitschaft" demonstriert habe.

4,1 Millionen Euro Steuern hinterzogen?
Messi und seinem Vater wird zur Last gelegt, in den Jahren 2007, 2008 und 2009 dem Finanzamt 4,1 Millionen Euro an Steuern schuldig geblieben zu sein. Der Vater hat seinen Sohn in der Affäre entlastet und betont, dass der Barca-Profi sich nie um Steuerdinge gekümmert habe.

Allgemein wird nicht damit gerechnet, dass Messi in Haft muss. Zwar können die ihm zur Last gelegten Delikte grundsätzlich mit einer Haftstrafe geahndet werden. Doch hatten er und sein Vater Anfang September rund fünf Millionen Euro an den spanischen Fiskus nachgezahlt - laut Behörden den ausstehenden Betrag plus Zinsen. Dies dürfte sich bei einer Verurteilung strafmindernd auswirken.

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