Di, 21. November 2017

Der „Hundeschweiger“

27.09.2013 10:47

Bernhard Kainz: „Vertrauen ist das Wichtigste!“

Der "Hundeschweiger" Bernhard Kainz ist seit 2010 als Hundecoach für krone.at im Einsatz und steht Hundebesitzern im krone.at-Forum Rede und Antwort. Egal ob Ziehen an der Leine, Aggression gegen Artgenossen oder Zerstörungswut in den eigenen vier Wänden – der Hundecoach weiß Rat. Warum die Sozialisierung von Tierheim-Hunden so wichtig ist und er Wurfketten, Wasserpistolen und Co. ablehnt, erklärte er im Gespräch mit krone.at.

Auch mit unvermittelbaren Vierbeinern der "Krone Tierecke" konnte Kainz große Erfolge erzielen. Er bereitet sie langsam auf das "reale Leben" in neuen Familien vor und übt mit ihnen typische Situationen des Alltags, darunter etwa Leinenführung, Autofahrten und Besuche im Restaurant. Diese Arbeit mit den Hunden hat sich sehr bewährt - sie können leichter und schneller vermittelt werden.

Keine bösen Überraschungen
"Überraschungen, zum Beispiel dass ein eigentlich braver Hund plötzlich ausflippt, wenn er eine Kellnerin sieht, können vermieden beziehungsweise schon im Vorfeld erkannt werden", erklärt Kainz. Durch das Training vorab soll verhindert werden, dass die Vierbeiner nach kurzer Zeit wegen Verhaltensproblemen ins Tierheim zurückgebracht werden. "Denn jeder Wechsel des Umfelds ist für den Hund eine schlimme Erfahrung", so Kainz.

Schreckinstrumente verboten
Von Erziehungsinstrumenten wie Wurfketten, Wasserpistolen oder Schepperdosen hält der "Hundeschweiger" nicht viel: "Solche Methoden wirken nur auf das Symptom, nicht aber auf die Ursache des Problems - diese wird oft noch verschlimmert", so der Experte. "Meist ist auch nur ein kurzeitiger Erfolg zu sehen." Für das Tier sei jede negative Einwirkung psychischer und physischer Art ein Vertrauensbruch.

"Vertrauen ist der wichtigste Faktor"
"Gerade Vertrauen ist der wichtigste Faktor, den ich bei meiner Arbeit mit verhaltensauffälligen Hunden einsetze - mit Erfolg", so Kainz weiter. "Jedes Verhaltensproblem kann gewaltfrei gelöst werden. Für mich gibt es daher keine Rechtfertigung, solche Schreckmittel einzusetzen." Am 1. Dezember hält der "Hundeschweiger" in Wien einen Vortrag zu den Irrtümern rund um den Hund und seine Erziehung - Informationen und Anmeldung hier.

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