Do, 23. November 2017

Neue Hiobsbotschaft

27.09.2013 15:52

Blackberry läuft wichtiger Auftragsfertiger davon

Auf die Ankündigung von T-Mobile USA, sämtliche Blackberrys aus den Regalen in seinen Läden zu nehmen, folgt bereits die nächste Hiobsbotschaft für den notleidenden Smartphone-Pionier: Einer der Auftragsfertiger will dem kanadischen Konzern den Rücken kehren. Hinzu gesellt sich ein Milliardenverlust im vergangenen Quartal, wie aus am Freitag veröffentlichten Quartalszahlen hervorgeht.

Es gebe eine große Wahrscheinlichkeit, dass man die Beziehungen zu Blackberry auflösen werde, sagte der Chef des Geräteherstellers Jabil Circuit, Mark Mondello, in einer Telefonkonferenz. Über Details werde derzeit verhandelt.

Blackberry sei in den vergangenen sechs bis sieben Jahren ein guter Partner gewesen. "Die Entscheidung, sich von einem Kunden zu trennen, fällt nie leicht und ist mit verschiedenen Schwierigkeiten verbunden", räumte Mondello ein. Es werde Abschreibungen auf Ausrüstung und personelle Anpassungen geben. Aber man sei sicher, dass es die richtige Entscheidung für Jabil Circuit sei.

Wie hoch der Anteil von Jabil Circuit an der Blackberry-Produktion ist, ist nicht bekannt. Für den Auftragsfertiger war Blackberry bisher der zweitgrößte Kunde mit einem Anteil von über zehn Prozent. Die Nummer eins ist Apple.

Milliardenverlust belastet Blackberry
Am Freitag veröffentlichte Geschäftszahlen lassen indes weiter nichts Gutes für den angeschlagenen Smartphone-Pionier hoffen: Im zweiten Geschäftsquartal bis Ende August lag der Fehlbetrag bei 965 Millionen US-Dollar. Die Erlöse brachen auf 1,6 Milliarden Dollar ein - das ist nur noch etwa halb so viel wie vor Jahresfrist. "Wir sind sehr enttäuscht von unseren Ergebnissen in diesem Quartal", erklärte der deutsche Konzernchef Thorsten Heins.

Allein auf das neue Modell Z10, das wie Blei in den Läden der Händler liegt, musste das Unternehmen über 900 Millionen Dollar abschreiben. "Sie haben eine Menge investiert, um das Gerät zu verkaufen, aber jetzt werden sie es nicht zum erhofften Preis los", sagte Morningstar-Analyst Brian Colello. Die sonst übliche Telefonkonferenz nach Vorlage der Zahlen wurde vom Management gestrichen.

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