Fr, 15. Dezember 2017

dayli-Pleite

26.09.2013 13:29

Verbindlichkeiten dürften auf 110 Mio. € steigen

Die Gesamtverbindlichkeiten bei der insolventen Drogeriekette dayli dürften auf rund 110 Millionen Euro steigen. Bisher wurden 4.662 Insolvenzforderungen in Höhe von 69,5 Millionen Euro (davon 7,1 Millionen Euro Arbeitnehmerforderungen) angemeldet, gab der Gläubigerschutzverband Creditreform am Donnerstag bekannt. Hauptgläubiger seien Warenlieferanten und öffentliche Körperschaften. Masseverwalter Rudolf Mitterlehner rechnet allerdings zusätzlich mit nachträglichen Anmeldungen von 41 Millionen Euro.

Zu verteilen hat dayli nicht viel: Die Summe der liquiden Mittel beläuft sich auf rund 6,1 Millionen Euro. Der Warenstand per Ende August beträgt 9,8 Millionen Euro. Dazu kommen noch andere Vermögenswerte wie Geschäftsausstattung und Grundstücke. Creditreform-Geschäftsführer Gerhard Weinhofer schätzt, dass rund 20 Millionen Euro zur Verfügung stehen, die unter Tausenden Gläubigern aufgeteilt werden müssen. "Eine Quote von 25 Prozent ist mehr als unrealistisch", so Weinhofer.

Kann die Zerschlagung noch abgewendet werden?
Am Freitag findet am Landesgericht Linz die erste Gläubigerversammlung und Berichts- und Prüfungstagsatzung statt. Ob Mitterlehner dann einen Käufer für das gesamte Unternehmen präsentiert, bleibt abzuwarten.

Weinhofer jedenfalls ist skeptisch: "Ich kann mir keinen Käufer vorstellen, der an dem Gesamten interessiert ist." Mitterlehner will Marke, Geschäftsausstattung, Lager sowie Grundstücke in Pucking, Gröbming, Pöchlarn und Italien als Gesamtpaket verkaufen. Gelingt das nicht, wird das Unternehmen zerschlagen. Der Masseverwalter hatte sich für einen Gesamtverkauf eine Frist bis Ende September gegeben.

3.343 Mitarbeiter betroffen
Von der dayli-Pleite sind insgesamt 3.343 Arbeitsplätze betroffen. 30 Arbeitnehmer werden derzeit noch zur Abwicklung der Gesellschaft beschäftigt. Die Abwicklung und Räumung der derzeit 355 aufgekündigten Filialen gestalte sich sehr aufwendig, schreibt der Masseverwalter laut Creditreform. 76 Filialen wurden bereits an die Vermieter übergeben.

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