Sa, 18. November 2017

Rumänien

25.09.2013 13:47

Verfassungsgerichtshof ist für Streuner-Tötungen

Tierschützer weltweit zeigen sich schockiert über die Unterstützung des Gesetzes zur Tötung von Streunern durch den rumänischen Verfassungsgerichtshof. Laut der Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" widersetzt sich dieser dadurch dem Aufruf der Europäischen Kommission, die internationalen Abkommen bezüglich Tierschutz zu respektieren, und ignoriert die expliziten Aufforderungen mehrerer Mitglieder des Europäischen Parlaments für eine humane Lösung.

"Worte können unseren Unmut über diese steinzeitliche Einstellung nicht ausdrücken. Derzeit können wir nicht darauf hoffen, dass der Präsident sich weigern wird, das Gesetz zu unterzeichnen. Schließlich war er derjenige, der die Abgeordneten überhaupt erst dazu aufgerufen hat, sich für die Tötungen zu entscheiden", so "Vier Pfoten"-Kampagnendirektor Gabriel Paun.

Aufruf zur Adoption
"Wir müssen Bürgermeister und Tierärzte davon überzeugen, ihren Ermessensspielraum zu nutzen und sich gegen die Tötungen zu entscheiden. Wir rufen alle Menschen auf, die bereit sind, etwas zu unternehmen, so viele Streunerhunde wie möglich zu retten, indem sie sie adoptieren", so Paun weiter.

Kooperation mit NGOs verweigert
Die Entscheidung des Gerichts läuft der Einstellung der WHO sowie der International World Animal Health Organisation (OIE) zuwider. "Es ist bekannt, dass die Regierung jede Kooperation mit NGOs zur Lösung des Problems über einen nationalen Maßnahmenplan verweigert und die Mehrheit der lokalen Behörden daher nicht an einem nachhaltigen Lösungsansatz zum Streunerhunde-Problem gearbeitet hat", so Paun.

"Willen zahlreicher Bürger Europas ignoriert"
Das Gegenteil sei der Fall: extreme schlechte Bedingungen in den Tierheimen, vernachlässigte, notleidende Tiere, fehlende Adoptionskampagnen und ein zweifelhafter, intransparenter Gebrauch der Budgets. Es sei "kein Wunder, dass gegen einige Tierheime derzeit ermittelt wird".

"Wir können kaum glauben, dass diese höchste rechtliche Instanz sich so weit aus dem Fenster lehnt: Sie ignoriert nicht nur den lautstark zum Ausdruck gebrachten Willen zahlreicher Bürger Europas, sondern auch internationale Vereinbarungen und Appelle europäischer Institutionen, die Rumänien mehrfach dazu aufgerufen haben, in der Angelegenheit der Streunerhunde human zu entscheiden", sagt Paun über die Entscheidung des Gerichts.

Protestieren Sie gegen die Tötungen der Streuner in Rumänien! Richten Sie Ihre Worte an das Außenministerium, die rumänische Botschafterin in Wien (ambromviena@ambrom.at) und unterschreiben Sie die Petition der "Vier Pfoten"!

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