Mo, 11. Dezember 2017

Rückgang um 13%

25.09.2013 13:25

135 Tote bei Alpinunfällen im Sommer 2013

Der Sommer auf Österreichs Bergen im Jahr 2013 geht mit einem Rückgang an Todesopfern im alpinen Gelände zu Ende. "Von 1. Mai bis 23. September sind 135 Menschen ums Leben gekommen", erklärte Norbert Zobl, Leiter der Alpinpolizei Tirol, am Mittwoch in Innsbruck. Dies sei ein Rückgang um 13 Prozent, fügte er hinzu.

Die Anzahl der Unfälle habe im Vergleich zum Vorjahr jedoch leicht zugenommen und sei von 2.461 auf 2.556 gestiegen, sagte Zobl. Die Ursachen seien sehr breit gefächert und können laut dem Vize-Landespolizeidirektor nicht auf ein Phänomen zurückgeführt werden. "Die meisten Unfälle passieren durch Stolpern oder Ausrutschen beim Wandern und auf eher leichteren Wegen, weil da die Konzentration nachlässt", meinte Zobl.

Rund zwei Drittel der tödlich Verunglückten kommen aus Österreich und rund ein Drittel aus Deutschland. Die restlichen Nationen würden nur einen sehr geringen Prozentsatz ausmachen, erklärte der Polizist. Die meisten Bergtoten hat es in der heurigen Sommersaison in Tirol (58; 2012: 61) gegeben, gefolgt von der Steiermark (21; 2012: 18), Kärnten (18; 2012: 16), Salzburg (12; 2012: 25), Niederösterreich (10; 2012: 8), Oberösterreich (8; 2012: 15) und Vorarlberg (8; 2012: 13).

Zahlreiche Todesfälle beim seilfreien Klettern in Tirol
Eine untypische Häufung von Todesfällen habe es heuer in Tirol beim seilfreien Klettern gegeben, erklärte Zobl. Dies sei aber keinesfalls auf Leichtsinn zurückzuführen. "Alle sieben, die starben, waren erfahrene Leute. Ein gewisses Risiko ist einfach Teil dieses Sports", meinte der Polizist.

Die ständige Zunahme an Touristen würde vor allem die Tiroler Bergrettung vor große Herausforderungen stellen, sagte deren Geschäftsführer, Peter Veider. Es gebe Ortsstellen, die bis zu 70 Einsätze pro Jahr verzeichnen. "Das bringt unsere Mitarbeiter, die allesamt ehrenamtlich arbeiten, an die Grenzen, wenn jemand beispielsweise 70 Mal vom Job weglaufen muss", fügte er hinzu. Veider sieht hier Handlungsbedarf seitens der Politik und der Tourismusverbände.

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