So, 17. Dezember 2017

Wärme und Genuss

24.09.2013 15:20

Moderne Lösungen fürs Kochen mit Feuer

Österreich liebt Holz! Nicht nur als wohngesundes Einrichtungsmaterial, sondern in erster Linie auch als umweltfreundlichen Brennstoff mit dem unvergleichlichen Naturflair. Gilt doch das Holzfeuer als der Inbegriff von gemütlicher Wärme und wohliger Geborgenheit. Gesteigert wird der Genuss nur dann noch, wenn zum körperlichen Kuschelfaktor erlesene Gaumenfreuden hinzutreten. Und genau das ist beim Kochen auf modernen Festbrennstoffherden der Fall.

Feuerstellen ziehen uns seit Urzeiten geradezu magisch an. Ein loderndes Feuer verspricht Wärme und Schutz. Das ist seit Jahrtausenden in uns verankert. Verbunden ist das Feuer aber auch seit jeher mit der Nahrungszubereitung. Und so macht z.B. ein Lagerfeuer im Garten nicht nur dem Nachwuchs Spaß, das Grillen – ob im Sommer oder immer stärker auch im Winter – ist stets ein Garant für leibliche Genüsse und Rundum-Wohlfühlen in Familien- oder Freundesrunden, und nicht zuletzt werden auch die sogenannten Pfadfinderkessel für deftige Suppen oder Eintöpfe immer beliebter. Der Geselligkeits- bzw. Abenteuerfaktor ist jedoch bei weitem nicht der einzige Grund für die Beliebtheit des Kochens mit Feuer: Die derart zubereiteten Speisen schmecken nämlich ungleich besser - so übrigens auch die Meinung vieler Spitzenköche.

Innovation mit Tradition
Mit Lagerfeuer, Grill oder großen Feuerkesseln haben moderne Herdlösungen, die mit Festbrennstoffen betrieben werden, allerdings so gut wie nichts mehr gemein. Nur sehr entfernt erinnern die modernen Modelle mit all ihren technischen Raffinessen und stylischen Designs an Omas Holzherd-Lösungen.

Festbrennstoffherde, die auch in Großküchen namhafter Gastronomiebetriebe heute ihren festen Platz haben, werden mit Holz betrieben. Oberste Devise bei diesen "Feuerstätten der Gegenwart" ist eine gelungene Verbindung von Tradition und fortschrittlicher Technik. Ziel ist es nämlich dabei, alle Vorteile des Kochens mit Feuer – einschließlich der besonderen Geschmacksnoten der Speisen – mit den Annehmlichkeiten fortschrittlicher Technik in der Küche zu verbinden.

Gekocht wird dabei allerdings nicht direkt über dem offenen Feuer, sondern mit geschlossenem. Das große Plus dabei: Aufgrund der kontrollierten Sauerstoffzufuhr und durch eine zweite Nachverbrennung erfolgt der Betrieb wesentlich umweltfreundlicher und wirtschaftlicher.

Die Herdplatten selbst bestehen aus geschliffenen Stahlplatten oder – je nach Hersteller – auch modernen und extrem pflegeleichten Ceran-Kochfeldern. Auch die unterschiedlich benötigten Temperaturen werden bei vielen Modellen nicht mehr händisch durch einen Regler, sondern durch Temperaturzonen am Herd geregelt.

Kostbare Wärme doppelt nützen
Ein wertvoller Zusatznutzen der Genuss-Herde ist die Möglichkeit, die beim Kochen entstehende Holzwärme in den kühlen bzw. kalten Monaten als (Zusatz-)Heizung zu verwenden. Das ist nicht nur gemütlich, sondern spart auch Energiekosten.

Der Herd kann auf Wunsch auch mit der Zentralheizung gekoppelt werden, so dass derart das ganze Haus mit Holz beheizt werden kann. Allerdings ist bei dieser Lösung zu beachten, dass Heizung und Herd nicht mehr getrennt gesteuert werden können. Was im Winter kein Problem ist, erfordert im Sommer in der Praxis dann in vielen Haushalten einen zusätzlichen E-Herd.

Stark im Trend liegen heute Lösungen, die den Herd als Mittelpunkt der angesagten Wohnküche gleich mit der Funktion eines Kachelofens verbinden.

Nicht nur etwas für ländliche Gegenden...
Noch immer ist das Bild des Feuerherdes in vielen städtischen Köpfen fest mit dem ländlichen Raum verankert. Zumindest mit dem eigenen Haus. Stimmt so ganz und gar nicht. Denn ein Festbrennstoffherd kann auch in Wohnungen problemlos bei Vorhandensein einiger Voraussetzungen installiert werden.

Wichtigstes Erfordernis ist ein Kaminanschluss. In den Wohnhäusern in städtischen Gebieten ist ein solcher häufig fest vorgeschrieben. Wer also an die Anschaffung eines solchen Herdes denkt, sollte zunächst das Gespräch mit dem Rauchfangkehrer suchen. Dieser berät ausführlich über alle erforderlichen gesetzlichen, technischen und brandschutzrechtlichen Vorschriften und auch darüber, welches Modell sich für die jeweilige Situation am besten eignen würde.

Festbrennstoffherde und energiesparende Bauweisen
Bis vor kurzem stellten Niedrig- und Passivhäuser, aber auch umfassend thermisch sanierte Gebäude allerdings für den Betrieb von Festbrennstoffherden ein Problem dar. Denn die meisten Küchenherde, die mit Holz bzw. Holz-Pellets beheizt werden, entnehmen die Verbrennungsluft aus dem Raum. Die Gefahr liegt daher darin, dass bei laufendem Betrieb des Herdes der Sauerstoffgehalt in Haus oder Wohnung auf ein zu niedriges Niveau absinkt, da durch die dichten Fenster und Mauern nicht genügend Sauerstoff nachströmt.

Eine innovative Lösung des heimischen Festbrennstoffherd-Profis Lohberger hat nun auch dieses Hindernis gelöst. Das neue Modell bezieht die für den Verbrennungsvorgang benötigte Luft nämlich über einen zentralen Zuführschacht außerhalb des Gebäudes. Der Herd selbst ist absolut dicht geschweißt, so dass es im Raum zu keiner Rauchentwicklung kommt und der Herd sogar zeitgleich mit einer Wohnraumlüftungsanlage oder einer Dunstabzugshaube betrieben werden kann.

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