Sa, 16. Dezember 2017

Neuorientierung

01.10.2013 10:17

Wie Sie den Quereinstieg im Job schaffen

Plant man einen Jobwechsel, ist es meist naheliegend, dies innerhalb derselben Branche in einem sehr ähnlichen oder demselben Berufsbild zu tun. Doch wenn man schon im alten Job nicht mehr glücklich war und generell Zweifel hat, ob diese Tätigkeit längerfristig erfüllend ist, sollte man die Konsequenzen ziehen und sich den Herausforderungen eines Quereinstiegs stellen.

Welche Jobs kommen in Frage?
Das Schwierige an einem kompletten Umstieg ist, dass Sie je nach Art der gewünschten Position wirklich viel dazulernen müssen und als Jobneuling gelten. Und es kann eine Zeit dauern, einen Arbeitgeber zu finden, der bereit ist, einem Bewerber ohne spezifische Vorkenntnisse eine Chance zu geben.

Der erste Schritt muss für Sie daher sein, dass Sie herausfinden, welche Tätigkeit Ihnen längerfristig Freude bereiten kann. Arbeiten Sie sich dabei von Ihrem Lebenslauf derart vor, dass Sie betrachten, welche Erfahrungen und Kenntnisse Sie bereits erworben haben. Dann versuchen Sie herauszufinden, in welchen Bereichen Sie diese Erfahrungen auch sinnvoll einbringen bzw. ausbauen können.

Ein Beispiel: Sie haben als stellvertretender Filialleiter in einem Handelsunternehmen gearbeitet. Dadurch haben Sie Führungs- und Planungserfahrung, sind stressresistent und verantwortungsbewusst. Möglicherweise ist für Sie eine Weiterentwicklung in Richtung Mitarbeitertraining oder durch eine Zusatzausbildung eine Tätigkeit als Key Accounter für einen Konsumartikelhersteller eine Option, die Sie interessieren würde. Denn je mehr Ihrer Erfahrungen Sie einsetzen können, desto leichter wird der Quereinstieg.

Im nächsten Schritt überlegen Sie sich, welche Ausbildungen, Workshops oder Trainings Sie besuchen können, um die gewünschten bzw. geforderten Qualifikationen bieten zu können. Denn die wenigsten Umstiege können wirklich binnen weniger Wochen realisiert werden. Monate-, oft auch jahrelange Vorbereitung ist meist erforderlich. Erkundigen Sie sich hinsichtlich Abendkursen und Wochenend-Seminaren, sodass Sie neben Ihrem aktuellen Job - unbemerkt - Vorbereitungen treffen können.

Bewerbungsphase
Stellen Sie sich auf eine längere Bewerbungsphase ein – das gilt umso mehr, wenn Sie bereits älter sind und vergleichsweise wenig relevante Berufserfahrung bieten können. Versuchen Sie in Ihrem Motivationsschreiben klar herauszuarbeiten, welche Ihrer Vorerfahrungen für die neue Position relevant sind und warum. Begründen Sie Ihren Wunsch nach Neuorientierung möglichst klar, sodass dieser gut nachvollzogen werden kann, und beschreiben Sie, was Sie für diese Neuorientierung bereits gemacht haben.

Achten Sie darauf, in den Bewerbungsgesprächen selbstbewusst und nicht als Bittsteller aufzutreten. Auch wenn Sie die Berufserfahrung noch nicht haben, so haben Sie dennoch einiges zu bieten. Allein das Engagement, noch einmal einen Neustart zu wagen und dafür Ausbildungen gemacht zu haben, beeindruckt viele Personalverantwortliche. Denn so weiß man, dass man einen lern- und veränderungsbereiten Mitarbeiter bekommen kann.

Zu Abstrichen bereit sein
Wenn man dann den neuen Job gefunden hat, ist klar, dass man wieder auf der untersten Stufe des Treppchens steht - es gibt vielleicht weniger Gehalt, vor allem, wenn man von anderen lernen muss bzw. darf. Darauf sollte man sich einstellen. Jedenfalls ist wichtig, von Anfang an die Hilfe der Kollegen zu schätzen und zu fragen, wenn man Unterstützung braucht. Falscher Stolz bringt niemanden weiter. Zeigen Sie Motivation, Wissbegierde und Lernbereitschaft. Wenn Sie bei sich Defizite erkennen, versuchen Sie zunächst, diese privat durch Recherche und Anlesen bzw. Anlernen und Ausprobieren zu beseitigen. Brauchen Sie mehr gezielte Unterstützung, sprechen Sie mit Ihrem Vorgesetzten.

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