Mo, 11. Dezember 2017

Wollte wieder fahren

20.09.2013 11:18

"Costa"-Kapitän ist Schiff-Steuererlaubnis los

Rund eineinhalb Jahre nach dem Kentern der "Costa Concordia" hat das italienische Verkehrsministerium Kapitän Francesco Schettino die Erlaubnis zum Steuern von Schiffen vorerst entzogen. Eine entsprechende Anordnung habe Verkehrsminister Maurizio Lupi bereits vor Monaten unterzeichnet, berichtete die Zeitung "La Stampa" am Donnerstag.

Demnach sei es Schettino bis auf Weiteres verwehrt, sich seinen im Jänner geäußerten Wunsch zu erfüllen, auf einem Schiff wieder das Kommando zu übernehmen. Damals hatte er gemeint, er sei sich "sicher", wieder auf der Kommandobrücke eines Schiffs stehen zu können. Gegen seine Entlassung durch seinen Arbeitgeber reichte Schettino Klagen ein.

Medien: "Italiens meistgehasster Mann"
In den Medien wurde der Italiener als "Kapitän Feigling" und "Italiens meistgehasster Mann" tituliert. Er hatte das havarierte Schiff verlassen und war trotz mehrfacher Aufforderung der Hafenbehörde nicht an Bord zurückgekehrt, während die meisten Passagiere noch festsaßen. Daher muss sich der Kapitän seit Juli wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung, Verursachung von Umweltschäden und Verlassen eines Schiffes in Seenot vor Gericht verantworten. Am Montag wird der Prozess in Grosseto fortgesetzt.

Stabilisierung der "Costa Concordia" für raue Winterzeit
Unterdessen wird nach der spektakulären Aufstellung des "Costa"-Wracks an dessen Stabilisierung gerabeitet. Der Schiffsrumpf muss teilweise repariert und mithilfe mehrerer Stahlcontainer als Auftriebskörper gestärkt werden. Damit soll die "Costa Concordia" für die raue Winterzeit gerüstet sein. Voraussichtlich im Frühjahr oder Sommer 2014 will man das Schiff in einen Hafen am Festland schleppen. Auf der Insel Giglio stellte man sich also auf zumindest einen weiteren Winter mit dem rostenden Wrack ein.

Suche nach zwei Vermissten hat begonnen
Auch die Suche nach zwei noch im Wrack vermuteten Passagieren hat begonnen. Taucher, die von Unterseerobotern unterstützt werden, haben den Auftrag, die Leichen der sizilianischen Passagierin Maria Grazia Tricarichi und des indischen Kellners Ruben Rebello zu finden.

Bei dem Schiffsunglück im Jänner 2012 waren 32 Menschen ums Leben gekommen. An Bord des Urlauberschiffes waren mehr als 4.000 Personen gewesen, darunter 77 Österreicher.

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