Fr, 24. November 2017

Um 4 Uhr morgens

20.09.2013 15:05

NÖ: Beben der Stärke 4,3 ließ Erde erzittern

Ein Beben hat in der Nacht auf Freitag die Erde in Niederösterreich erzittern lassen und viele Menschen aus dem Schlaf gerissen. Der Erdbebendienst der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik meldete um 4.06 Uhr eine Erschütterung der Stärke 4,3 im Raum Ebreichsdorf. Insgesamt gingen rund 140 Schadensmeldungen ein.

Das Beben sei von sehr vielen Personen stark verspürt worden, hieß es am Freitagmorgen seitens der ZAMG. Die Erschütterung gegen 4 Uhr dauerte etwa drei bis vier Sekunden. Um 4.22 Uhr sowie um 5.17 Uhr gab es zudem zwei kleine Nachbeben, diese wiesen jedoch lediglich eine Stärke von 1,7 bzw. 1,3 auf. Weitere Nachbeben könnten dennoch in den kommenden Tagen nicht ausgeschlossen werden, erklärte ZAMG-Seismologin Christiane Freudenthaler.

Rund 140 Schadensmeldungen eingetroffen
Bis Freitagnachmittag trafen in der ZAMG rund 140 Schadensmeldungen ein. "Wir haben vor allem Meldungen aus Guntramsdorf, Schwadorf, Ebergassing, Neufeld a.d. Leitha, Baden und Tattendorf", berichtete Freudenthaler. Bis auf Haarrisse im Verputz seien nach derzeitigem Stand jedoch keine größeren Schäden entstanden. Dies sei darauf zurückzuführen, dass sich das Beben in einer Tiefe von etwa zwölf Kilometern ereignet hatte. Die Auswirkungen an der Oberfläche seien daher gering, erläuterte die Seismologin.

Bürgermeister: "Sind glimpflich davongekommen"
"Wir scheinen glimpflich davongekommen zu sein", sagte auch Wolfgang Kocevar, Bürgermeister von Ebreichsdorf. Er selbst habe das Erdbeben nicht wahrgenommen. "Meine Frau hatte einen unruhigen Schlaf und hat es in der Nacht bemerkt", schilderte Kocevar. Am Vormittag habe er sich dann bei einem Lokalaugenschein im Ort ein Bild der Lage gemacht. "Wir sind durch die Gemeinde gefahren und haben alle öffentlichen Gebäude kontrolliert. Uns ist nichts aufgefallen", sagte der Bürgermeister.

Auch in Wien und im Burgenland wurden die Erschütterungen bemerkt - von dort trafen ebenfalls zahlreiche Meldungen besorgter Menschen bei der ZAMG ein.

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