Fr, 15. Dezember 2017

Klingt wie Teekessel

19.09.2013 12:54

"Voyager 1" funkt interstellaren Sound zur Erde

Wie sich der interstellare Raum "anhört", zeigen jetzt Aufnahmen der Raumsonde "Voyager 1", die die US-Weltraumbehörde NASA veröffentlicht hat. Was wie das Pfeifen eines Teekessels klingt, ist nichts anderes als die Umwandlung einer Druckwelle, die durch eine gewaltige Explosion auf der Sonne ausgelöst wurde und interstellares Plasma in Schwingungen versetzt hat, in hörbare Töne.

Die Explosion auf der Sonne ereignete sich laut NASA-Angaben im März vergangenen Jahres, Monate später – im November 2012 – erreichte die erste dabei entstandene Druckwelle "Voyager 1". Die solcherart entstandenen Schwingungen des interstellaren Plasmas wurden mithilfe eines speziellen Instrumentes an Bord der Sonde aufgezeichnet. Eine zweite Druckwelle wurde im April und Mai 2013 aufgenommen.

Druckwellen in Töne umgewandelt
Experten der NASA haben die von "Voyager 1" aufgezeichneten und zur Erde gefunkten Schwingungen in Töne umgewandelt und auf YouTube (siehe Video) veröffentlicht.

Erst vor Kurzem hat die NASA offiziell bestätigt, dass "Voyager 1" nach rund 35 Jahren Flugzeit im Vorjahr die sogenannte Heliopause – die Grenze unseres Sonnensystems – verlassen hat (siehe Infobox). Zuvor war bereits wiederholt vermutet worden, dass die Sonde in den interstellaren Raum vorgedrungen sei.

"Voyager 1" rast seit 1977 durchs Weltall
Die am 5. September 1977 gestartete Sonde rast mit über 60.000 Kilometern pro Stunde durch den Raum und ist mit einer Distanz von rund 19 Milliarden Kilometern der bis dato fernste Bote der Menschheit. Wegen der enormen Entfernung sind die Funksignale von "Voyager 1" mehr als 17 Stunden zur Erde unterwegs. Noch bis voraussichtlich 2025 kann die Sonde Daten liefern, dann wird ihre Energiequelle erschöpft sein.

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