Mo, 20. November 2017

Drakonische Strafen

19.09.2013 11:03

Guatemala geht mit Handydieben hart ins Gericht

Handydiebstahl ist in Guatemala künftig keine Lappalie mehr: Das Parlament des zentralamerikanischen Landes verabschiedete am Mittwoch ein Gesetz, das bis zu 15 Jahre Haft für den Diebstahl eines Handys vorsieht. Auch der Handel mit sowie der Kauf von Mobiltelefonen dubiosen Ursprungs wird drakonisch bestraft.

Handydiebstahl ist ein weitverbreitetes Problem in Guatemala. In dem 15-Millionen-Einwohner-Land werden monatlich mehr als 12.000 Geräte entwendet. Im Jahr 2012 stieg die Zahl der Fälle im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent auf 142.745 gestohlene Handys. Die Diebstähle gingen in der Vergangenheit zudem immer wieder mit Gewalttaten, die mitunter tödlich endeten, einher.

Mit härteren Gesetzen will man der Lage nun Herr werden und verabschiedete daher im Zuge eines "nationalen Notstands" im Parlament einen entsprechenden Beschluss. Dieser geht nicht nur mit Langfingern hart ins Gericht. Auch für den Erwerb eines Handys unklarer Herkunft drohen zwischen fünf bis zehn Jahre Haft sowie eine Geldstrafe von umgerechnet 3.700 bis 9.300 Euro.

Der illegale Verkauf von Handys soll den Angaben zufolge mit sechs bis 15 Jahren Gefängnis und Geldstrafen zwischen 9.300 und 23.200 Euro geahndet werden. Das Gesetz sieht zudem die Einrichtung eines Registers der im Land genutzten Handys vor, um die rechtmäßigen Besitzer besser finden zu können.

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