Do, 14. Dezember 2017

Zellalterung

17.09.2013 16:15

Gesund leben kann DNA-"Schutzkappen" verlängern

Ein gesunder Lebenswandel kann der Alterung der Zellen entgegenwirken. Zu diesem Befund kommen US-Forscher, die die sogenannten Telomere unter die Lupe genommen haben. Diese sitzen an den Enden der Chromosomen und schützen das Erbgut. Je älter wir werden, desto kürzer werden auch diese "Schutzkappen". Doch sie können auch wieder länger werden, so die Wissenschaftler.

Ihre Länge der Telomere (im Bild als hell leuchtende Punkte am Ende der blau gefärbten Chromosomen zu erkennen) gilt als Indiz für die Lebensspanne einer Zelle. Mit jeder Zellteilung werden diese Enden ein Stück kürzer, sodass sie im Laufe des Lebens schrumpfen.

Doch diese Abnutzung der "Schutzkappen" ist möglicherweise zum Teil umkehrbar, berichtet ein Wissenschaftler-Team um den Ernährungsspezialisten Dean Ornish von der University of California in San Francisco. Die Forscher haben im Rahmen ihrer Untersuchung erstmals Hinweise dafür gefunden, dass die Abnutzung zumindest teilweise reversibel sein kann.

Telomere verlängerten sich wieder
Für die Studie sollten zehn Männer fünf Jahre lang besonders gesund leben: Sie ernährten sich von viel Obst und Gemüse sowie Vollwertkost, machten täglich leichte Bewegungsübungen, betrieben Yoga und Stressbewältigung. Bei ihnen verlängerten sich die Telomere um durchschnittlich zehn Prozent. Bei denjenigen, die sich besonders strikt an die gesunde Lebensführung hielten, wuchsen die Telomere sogar noch stärker.

Den zehn Männern wurde eine Kontrollgruppe von 25 Männern gegenübergestellt, die ihren Lebensstil nicht änderten. Bei diesen verkürzten sich die Telomere im Untersuchungszeitraum von fünf Jahren im Schnitt um drei Prozent, heißt es in der bisher beispiellosen, wenn auch auf einer niedrigen Zahl von Versuchsteilnehmern basierenden Studie, die am Dienstag im Fachjournal "The Lancet Oncology" veröffentlicht wurde.

Ergebnisse müssen noch bestätigt werden
Die Studie fand im Rahmen einer Untersuchung von Männern mit Prostatakrebs statt. Die Schlussfolgerungen müssten aber nicht auf diese begrenzt sein, schrieb der Hauptautor Dean Ornish von der University of California in San Francisco. Die Ergebnisse müssten nun in größer angelegten Studien bestätigt werden.

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