So, 17. Dezember 2017

FDP scheitert

16.09.2013 05:23

CSU erobert absolute Mehrheit in Bayern zurück

Die CSU hat bei der Landtagswahl in Bayern am Sonntag die absolute Mehrheit der Mandate zurückerobert. Ihr bisheriger Koalitionspartner FDP scheiterte hingegen an der Fünf-Prozent-Hürde. Die Wahl in Bayern gilt als wichtiges Stimmungsbarometer vor der deutschen Bundestagswahl am 22. September. "Das ist ein großartiger Wahlerfolg", freute sich CSU-Vorsitzender und Ministerpräsident Horst Seehofer (Bild) in München vor jubelnden Anhängern über das Ergebnis.

Die CSU kommt laut vorläufigem Endergebnis auf 47,7 Prozent, nachdem sie 2008 mit 43,4 Prozent das schlechteste Ergebnis seit 50 Jahren eingefahren hatte. "Wir sind wieder da", sagte Seehofer. Das Ergebnis zeige, dass Volksparteien eine Gegenwart und eine Zukunft hätten.

FDP-Chef Rösler räumt Niederlage ein
Ihr Koalitionspartner FDP fiel hingegen auf 3,3 Prozent und verpasste damit den Wiedereinzug ins Parlament. 2008 hatten die Liberalen noch 8,0 Prozent erhalten. FDP-Chef Philipp Rösler bezeichnte die Niederlage seiner Partei als Weckruf für die Bundestagswahl in der nächsten Woche.

In Bayern verfügt die CSU nun wieder über eine absolute Mehrheit der Sitze im Landesparlament. CSU-Chef Seehofer kann somit ohne die Liberalen weiterregieren. Die Christsozialen kommen auf 101 Sitze in dem auf 180 Mandate ausgerichteten Landtag. Die Wahlbeteiligung lag mit 63,9 deutlich höher als 2008 mit 57,9 Prozent.

SPD mit Münchner Bürgermeister knapp über 20%
Für die SPD mit ihrem Spitzenkandidaten, dem Münchner Oberbürgermeister Christian Ude, bedeutete ein Ergebnis von 20,6 Prozent der Stimmen immerhin eine Steigerung gegenüber 18,6 Prozent im Jahr 2008. "Gerade diejenigen, die mit großer Lust einen Niedergang der SPD vorgesagt haben, müssen zugeben, dass wir eine Trendwende in Bayern geschafft haben", sagte Ude in München. Seehofer wünschte er nach der Rückeroberung der Absoluten "bei der Bewältigung dieser großen Verantwortung eine glückliche Hand".

Die Freien Wähler verschlechterten sich auf 9,0 Prozent nach 10,2 Prozent vor fünf Jahren. Knapp dahinter landeten die Grünen mit 8,6 Prozent, auch sie blieben unter ihrem vorigen Ergebnis von 9,4 Prozent. Die Linkspartei scheiterte ebenso wie die Piraten an der Fünf-Prozent-Hürde.

Ergebnis bedeutet Rückenwind für Merkel
Das Wahlergebnis bedeutet mit Blick auf die Bundestagswahl am nächsten Sonntag Rückenwind für das Regierungslager von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die CSU ist die bayerische Schwesterpartei von Merkels CDU und tritt nur in Bayern an. In der Bundesregierung ist sie mit drei Ministern vertreten.

Die Christsozialen haben das flächenmäßig größte deutsche Bundesland fast die ganze Nachkriegszeit über regiert und schneiden meist deutlich besser ab als die CDU in den anderen deutschen Bundesländern. Die 9,5 Millionen Wahlberechtigten in Bayern entsprechen rund 15 Prozent der gesamten deutschen Wählerschaft.

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