Fr, 15. Dezember 2017

Abkommen geschlossen

12.09.2013 10:37

NSA teilt Rohdaten laut "Guardian" mit Israel

Der US-Nachrichtendienst NSA teilt seine gesammelten Kommunikationsdaten offenbar mit israelischen Geheimdiensten. Die Kooperation gehe so weit, dass die Israelis direkten Zugriff auf Rohdaten hätten, die selbst von der NSA noch nicht ausgewertet worden seien, berichtete die britische Zeitung "The Guardian" am Mittwoch unter Berufung auf vom ehemaligen NSA-Mitarbeiter Edward Snowden enthüllte Dokumente.

Ein entsprechendes Abkommen sei 2009 gegen Bedenken aus den eigenen Reihen der US-Geheimdienste getroffen worden, so das Blatt. So werde in internen Berichten der NSA davor gewarnt, dass der Austausch mit Israel zu einseitig zugunsten des US-Verbündeten geworden sei.

Fraglich ist, ob auch vertrauliche Daten von hochrangigen US-Regierungsangehörigen übermittelt werden: Die israelischen Nachrichtendienste könnten möglicherweise Informationen über Gespräche oder E-Mail-Wechsel erhalten, die in den Rohdaten enthalten seien. Israel sei in dem Fall verpflichtet, diese Daten zu vernichten.

Die NSA dementierte den Bericht gegenüber dem "Guardian" nicht. Ob es ähnliche Kooperationen auch mit anderen Staaten gebe, ist der Zeitung nach unklar.

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