Do, 14. Dezember 2017

Hormone schuld

13.09.2013 16:44

Haarausfall: Volle Bürste, kahler Kopf?

Volle Locken sind ein Schönheitsideal. Wenn aber immer mehr Haare ausfallen, ist das für Betroffene meist ein Schock. Wir verraten Ihnen, was dahintersteckt.

Wussten Sie, dass die Menge der Haare in Zusammenhang mit deren natürlicher Farbe steht? Blonde Menschen weisen durchschnittlich 140.000 Kopfhaare auf, dunkle Typen ca. 100.000. Am wenigsten haben Rothaarige aufzuweisen. Dafür sind dunkle Haare meist fester und widerstandsfähiger.

Seit alters her gilt eine kräftige "Mähne" als Sinnbild für Jugend und Stärke. Neuerdings sind zwar auch Männer mit Glatze zu Sexsymbolen erklärt worden – Vin Diesel, Bruce Willis, André Agassi -, alltagstauglich ist der Look aber meist nicht, und Frauen schmücken sich sowieso lieber mit tollen Locken. Allein schon diese Klischees machen es Menschen mit schütterem Haar oder Haarverlust schwer, ihr Leiden zu akzeptieren.

Gehen Sie bei Haarausfall zum Hautarzt!
Wer das Gefühl hat, mehr Haare zu verlieren als normal, sollte zunächst einen Hautarzt aufsuchen. In Zeiten hormoneller Veränderung (auch nach Schwangerschaften), bei Nährstoffmangel, Stress, falscher Pflege, chemischer Einwirkung und bestimmten (Haut-)Krankheiten kann die Haarwurzel leiden.

Häufig ist eben hormonell bedingter Haarausfall mit starker erblicher Komponente. Bei Männern beginnt dies meist an den "Geheimratsecken", bei Frauen am Hinterkopf. Kreisrundem Haarausfall liegen Entzündungsprozesse zugrunde, wahrscheinlich durch eine Fehlsteuerung des Immunsystems. Auch Diabetes und Schilddrüsenerkrankungen können dahinterstecken. Besonders Frauen sind von diffusem Haarausfall betroffen, der gleichmäßig auftritt ("schütteres Haar"). Oft geht eine Infektion voraus, auch Verhornungsstörungen durch Hautkrankheiten sind eine Möglichkeit.

Das Haar wächst sechs Jahre lang
Allgemeines: Aus den Follikeln in der Kopfhaut wachsen zwei bis sechs Jahre lang Haare, die danach ausfallen. Einer Übergangs- und Ruhephase folgt ein neuer Zyklus. Durchschnittlich wächst ein Haar pro Jahr ca. 15 cm, das ist aber von Person zu Person sehr unterschiedlich.

Ein Haar besteht zum größten Teil aus Keratin (Eiweißverbindung) und wird aus drei Schichten aufgebaut: Mark-, Faser- und Schuppenschicht (von innen nach außen).

Selbsthilfe stärkt Betroffene
"Es tut mir so gut, ungezwungen und mit verständnisvollen Menschen über unser gemeinsames Handicap zu sprechen", berichtet eine Betroffene über ihr Treffen bei der Selbsthilfegruppe Haarausfall in Hartberg, Steiermark. Meist wird das Leiden verschwiegen, der Hautarzt gar nicht oder erst sehr spät aufgesucht. Nicht immer ist es möglich, die Ursache des Haarausfalls zu finden. Umso wichtiger daher die Selbsthilfe!

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