So, 20. Mai 2018

Keine brauchbare DNA

11.09.2013 23:00

Studie: "Jurassic Park"-Szenario bleibt Fiktion

Das Szenario aus dem Kinohit "Jurassic Park" ist und bleibt Fiktion. Das ist das Ergebnis einer britischen Studie, die nahelegt, dass in Fossilien von Insekten, die in Bernstein eingeschlossen sind, höchstwahrscheinlich keine brauchbare DNA erhalten bleibt.

In dem Spielfilm (im Bild Schauspieler Sam Neill, der in dem Streifen den Paläontologen Dr. Alan Grant spielt, auf der Flucht vor Sauriern) aus dem Jahr 1993 rekonstruieren Wissenschaftler Dinosaurier mittels in Bernstein eingeschlossener Moskitos, die Blut der Reptilien gesaugt hatten. Hintergrund waren Behauptungen von Forschern in den 1990er-Jahren, bei 130 Millionen Jahre alten Insekten-Fossilien den Erbgutträger (die DNA) extrahiert zu haben.

Die Studie des Teams um den DNA-Experten Terry Brown von der Universität Manchester zeigt nun, dass dieses Szenario äußerst unwahrscheinlich ist. Demnach wurden bei früheren Studien moderne DNA-Spuren, die die Fossilien verunreinigten, irrtümlich als ursprüngliche Erbsubstanz eingestuft, schreiben die Wissenschaftler in der Zeitschrift "PLOS One".

Forscher: DNA bleibt nicht erhalten
Die britischen Forscher untersuchten nun mit modernen Verfahren zwei Bienen, die vor gut 10.000 Jahren und vor weniger als 60 Jahren in Kopalharz, dem Vorläufer von Bernstein, eingeschlossen wurden. Bei beiden - vergleichsweise jungen - Exemplaren konnten sie keine erhaltene Erbsubstanz finden. Dies stärke Zweifel daran, DNA aus Millionen Jahre älteren Bernstein-Fossilien zu extrahieren, so die Wissenschaftler.

"Intuitiv könnte man sich vorstellen, dass der vollständige und schnelle Einschluss in Harz und der folgende fast augenblickliche Tod den Erhalt der DNA in einem Insekt fördern könnten, aber dies scheint nicht der Fall zu sein", sagt der an der Studie beteiligte Bernstein-Experte David Penney. "Deshalb muss das 'Jurassic Park'-Szenario leider im Reich der Fiktion bleiben."

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