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11.09.2013 13:03

Vatikan-Staatssekretär: Zölibat ist "kein Dogma"

Der designierte vatikanische Staatssekretär Pietro Parolin bringt sich mit aufsehenerregenden Aussagen zum Thema Zölibat ins Gespräch. "Der Priesterzölibat ist kein Dogma der Kirche. Man kann darüber diskutieren, weil es sich um eine kirchliche Tradition handelt. Das bedeutet aber nicht, dass der Zölibat einfach der Vergangenheit angehört", antwortete Parolin auf die Frage einer venezolanischen Tageszeitung. Parolins Aussagen wurden am Mittwoch vom Mailänder "Corriere della Sera" übernommen.

"Man kann über jene Themen diskutieren und nachdenken, die keine Dogmen sind, und Änderungen überlegen. Diese müssen allerdings stets im Dienst der Einheit und nach dem Willen Gottes erfolgen", erklärte Parolin. Die Frage des Zölibats sei für den Papst "eine große Herausforderung". Man müsse "Gottes Wille und der Geschichte der Kirche folgen".

Priestermangel könnte Kirche zum Handeln zwingen
Parolin verteidigte den Wert des Zölibats, der sich in den ersten Jahrhunderten der Kirche etabliert habe. Man könne jedoch nicht das Problem des Priestermangels ignorieren, der die Kirche dazu zwingen könnte, den Zölibat zu revidieren.

Vor wenigen Tagen hatte Papst Franziskus Parolin zur neuen "Nummer zwei" im Vatikan ernannt. Am 15. Oktober soll er sein Amt antreten. Der italienische Kirchendiplomat löst damit den seit 2006 amtierenden Kardinal Tarcisio Bertone ab. Parolin stammt aus dem norditalienischen Vicenza und ist seit 1980 Priester.

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