Mo, 11. Dezember 2017

WM-Qualifikation

11.09.2013 11:41

Aufs ÖFB-Team wartet nun "Finale" in Schweden

Unsere Teamspieler haben kurz nach dem 1:0-Sieg über Irland am Dienstag im Ernst-Happel-Stadion schon auf das "Finale" am 11. Oktober in Solna geblickt. Im Falle eines Erfolges über Schweden wäre die Mannschaft von Marcel Koller im Kampf um Platz zwei in Gruppe C in einer hervorragenden Position, doch selbst ein Remis könnte zum Aufstieg ins Play-off um die WM-Teilnahme in Brasilien reichen, sofern das Färöer-Match gewonnen wird und Deutschland Schützenhilfe leistet.

Auf ein Unentschieden werde man es aber nicht anlegen, betonten die ÖFB-Internationalen unisono - so etwa Sebastian Prödl: "Es ist schwieriger, auf ein Unentschieden als auf einen Sieg zu spielen. Wir werden uns in Schweden sicher nicht hinten reinstellen. Wir sind ja in Rückstand und müssen angreifen. Wir werden dort wie beim Pokern auf 'All In' gehen. Es können alle von uns erwarten, dass wir uns zerreißen werden", versprach der Legionär von Werder Bremen. Zum Sieg gegen Irland sagte Prödl: "So ein dreckiger 1:0-Sieg tut auch einmal gut."

Martin Harnik freut sich gegen Zlatan Ibrahimovic und Co. auf eine Partie mit Endspiel-Charakter: "Das ist das Finale schlechthin, und wir haben es uns verdient. Jetzt wollen wir in Schweden den Deckel draufmachen." Der Stuttgart-Legionär hätte die ÖFB-Elf schon vor dem Goldtor durch David Alaba in der 84. Minute erlösen können, vergab aber die eine oder andere gute Möglichkeit. "Ich bin froh, dass es nicht an meinen Chancen gescheitert ist."

Fuchs fiel ein Stein vom Herzen
Auch Christian Fuchs fiel ein Stein vom Herzen - der Assistgeber des Alaba-Treffers rehabilitierte sich gegen die Iren für seinen enttäuschenden Auftritt am Freitag beim 0:3 gegen Deutschland. "Meine gute Leistung ist schon ein bisschen eine Befriedigung. Doch ich habe immer gewusst, dass ich der Mannschaft helfen kann." Der Kapitän sprach von einer kräfteraubenden Partie. "Die Iren wollten uns mit ihrem körperbetonten Spielstil wehtun. Aber ein großes Kompliment an die ganze Mannschaft, wir haben dagegengehalten."

Erkämpft wurde der Erfolg mit einer teilweise überraschenden Aufstellung - so musste Marko Arnautovic vorerst mit der Ersatzbank vorliebnehmen. "Natürlich bin ich ein Spieler, der gerne von Anfang an spielt. Aber auch damit muss man umgehen können. Als ich reingekommen bin, habe ich versucht, der Mannschaft zu helfen, und das ist mir ganz gut gelungen", sagte der Wiener.

Über die Aussichten auf Gruppenplatz zwei wollte sich Arnautovic noch nicht den Kopf zerbrechen. "Das Wichtigste ist jetzt einmal, dass wir gegen Irland gewonnen haben. Drei Tage vor dem Schweden-Spiel können wir dann über unsere Chancen reden."

Masken-Mann Kavlak: "Wir haben es in der Hand"
Im Gegensatz zum Stoke-Legionär war Veli Kavlak trotz gebrochenen Nasenbeins von Beginn an dabei. Die Auswechslung zur Pause war eine taktische Maßnahme Kollers, beteuerte der Mittelfeldspieler. "Ich hatte schon Schmerzen, aber die sind schnell vergessen." Allerdings gab der von der Verletzung gezeichnete Besiktas-Kicker zu, dass er sich durch den Druck der Maske aufs Gesicht nicht hundertprozentig wohlgefühlt hatte. Dafür kam das Glücksgefühl mit dem Abpfiff. "Jetzt haben wir es in der eigenen Hand. Das ist das Beste, das es gibt", jubelte Kavlak.

Auch Julian Baumgartlinger sprach von einer "tollen Situation", in der man sich befinde, und der eingewechselte Marc Janko, der beim Tor seine Füße im Spiel hatte, meinte: "Wenn wir in Schweden gewinnen, ist die Tür nach Brasilien weit offen."

Nun hofft man im ÖFB-Team, dass der am Sprunggelenk verletzte Zlatko Junuzovic rechtzeitig für das Duell mit den Skandinaviern fit wird. Ausfälle wegen Sperren wurden vermieden: Von elf vorbelasteten Spielern wurden acht eingesetzt, kein einziger sah die Gelbe Karte.

Detail am Rande: Auch wenn Österreich Gruppenplatz zwei holt, könnte das noch das Aus bedeuten. Dann nämlich, wenn das ÖFB-Team der schlechteste Gruppenzweite ist.

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