Sa, 16. Dezember 2017

Mann tot aufgefunden

10.09.2013 13:59

Wien: Ehefrau nach Mordversuch im Spital gestorben

Nach der Messerattacke in einer Wohnung im Wiener Bezirk Landstraße, bei der ein 62-Jähriger seiner 55 Jahre alten Ehefrau schwerste Verletzungen zugefügt hatte, ist das Opfer am Dienstag im Spital gestorben. Der Mann nahm sich nach der Tat selbst das Leben, er wurde von der Polizei erhängt in der Wohnung aufgefunden.

Das Ehepaar war gegen 3.30 Uhr lautstark in Streit geraten - der Grund für die Auseinandersetzung ist bislang ungeklärt. Eine Nachbarin im Stock unterhalb war wegen des Lärms aufgewacht. Als sie wenig später durch den Türspion schaute, sah sie die 55-Jährige, die sich vor ihrem Ehemann blutüberströmt ins Stiegenhaus geflüchtet hatte.

Opfer erlitt Thoraxstich
Nachdem die Nachbarin die Tür geöffnet hatte, brach die Schwerverletzte im Vorraum zusammen. Die Helferin versuchte, die zahlreichen Verletzungen - tiefe Schnitte und Stiche an den Armen und am Rücken - mit Geschirrtüchern zu versorgen. Danach alarmierte sie die Einsatzkräfte. Die Wiener Berufsrettung stabilisierte das Opfer an Ort und Stelle, worauf die 55-Jährige ins AKH transportiert wurde. Nach Angaben von Rettungssprecher Ronald Packert hatte die Frau u.a. einen Thoraxstich erlitten.

In der Zwischenzeit brach die Polizei, unterstützt von der Sondereinheit Cobra, die Wohnung des Ehepaares auf. Im Wohnzimmer fanden die Einsatzkräfte die Leiche des 62-Jährigen vor, der Selbstmord begangen hatte. Einige Stunden später verloren die Ärzte schließlich den Kampf um das Leben der 55-Jährigen.

Ehepaar als "völlig unauffällig und ruhig" beschrieben
"Das Motiv ist völlig unklar", berichtete Polizeisprecher Thomas Keiblinger. Das Ehepaar sei von anderen Hausbewohnern als völlig unauffällig und ruhig beschrieben worden. "Es hat auch noch nie ein Polizeieinsatz in der Wohnung stattgefunden. Keiner von beiden war vorbestraft, es gab nie ein Betretungsverbot."

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