Sa, 16. Dezember 2017

Lag hilflos am Boden

09.09.2013 17:00

Bangen um 180-Kilo-Mann: "Schaut nicht gut aus"

Er stürzte von der Küchenbank, lag eine Woche hilflos am Boden - ohne Wasser, ohne Nahrung, ohne Hoffnung. Nur der Beharrlichkeit seiner Nachbarin und einem Anruf der "Krone"-Hauszustellung verdankt der 70-Jährige sein Leben. Vorerst: Denn sein Gesundheitszustand hat sich wohl dramatisch verschlechtert.

Die Herz-Intensivstation im Pavillon 29 des Wilhelminenspitals im Wiener Bezirk Ottakring. Unter den wachsamen Augen des medizinischen Personals erholt sich Franz P. von seinem Martyrium. Wie berichtet, lag der Mann nach einem Sturz von der Küchenbank eine ganze Woche lang bewegungsunfähig am Boden (Bericht in der Infobox).

Zeitungszusteller wurde stutzig
Dass P. überhaupt noch rechtzeitig gefunden wurde, ist einem wachsamen Zeitungszusteller und einer Nachbarin im Hochparterre zu verdanken. Denn am Samstag ereilte Riki A. (Bild) ein Anruf der "Krone"-Aboabteilung. Der für das Gebiet zuständige Hauszusteller war stutzig geworden, nachdem die Lieblingszeitung des Mannes nach Tagen immer noch auf der Türmatte lag. Die 52-Jährige löste daraufhin Alarm aus - keine Minute zu früh.

Die Einsatzkräfte fanden den 180-Kilo-Mann wenig später auf dem Küchenboden vor und schleppten ihn drei Stockwerke hinab. Obwohl sich auf seinem Körper bereits Maden und Würmer breitmachten, war der 70-Jährige - er hatte erst vor wenigen Wochen Geburtstag gefeiert - noch ansprechbar.

"Es geht ihm leider nicht sehr gut"
Im Spital jedoch musste der Wiener in künstlichen Tiefschlaf versetzt werden. Am Montag stattete die Lebensretterin ihrem Nachbarn einen Kurzbesuch ab. "Er schläft, überall sind Schläuche. Aber wie es ihm genau geht, hat mir die Ärztin nicht gesagt. Weil ich keine Angehörige bin. Aber gut schaut er nicht aus", erzählt Riki A.
P. ist zwar Vater einer Tochter aus erster Ehe, die habe sich bislang aber noch nicht gemeldet. "Hoffentlich wacht er bald auf", so die besorgte Nachbarin.

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