Fr, 15. Dezember 2017

GP von Italien

07.09.2013 14:56

Vettel holt bereits 40. Pole seiner Karriere

Sebastian Vettel ist derzeit einfach nicht zu biegen - nachdem der Red-Bull-Star in Monza bereits im Freitagstraining für den Grand Prix von Italien dominiert hatte, holte er sich am Samstag im Qualifying auch die Poleposition - seine insgesamt 40. Der Deutsche verwies seinen australischen Red-Bull-Teamkollegen Mark Webber um 0,213 Sekunden auf Platz zwei und den deutschen Sauber-Überraschungsmann Nico Hülkenberg um 0,310 Sekunden auf Platz drei.

Für Vettels Titelrivalen lief es dagegen nicht nach Wunsch. Der spanische Ferrari-Star Fernando Alonso (+0,387), aktuell mit 46 Punkten Rückstand WM-Zweiter, landete auf Rang fünf. Gar noch schlechter erging es dem WM-Vierten Kimi Räikkönen und dem WM-Dritten Lewis Hamilton, denn der finnische Lotus-Pilot und der englische Mercedes-Fahrer verpassten als Elfter bzw. Zwölfter sogar den dritten und letzten Quali-Abschnitt der Top Ten.

Hamilton: "Das war ein schlechter Tag"
"Das war ein schlechter Tag. Das Auto hat sich gut angefühlt, aber ich bin enttäuscht, dass ich den Job nicht richtig erledigt habe. Ich bin wie ein Idiot gefahren. So schlecht bin ich schon seit langer, langer Zeit nicht mehr gefahren", meinte Vorjahressieger Hamilton, der zuvor 66-mal en suite Q3 erreicht und dabei zuletzt viermal in Serie die Poleposition erobert hatte, diesmal jedoch auch von Adrian Sutil im Force India aufgehalten wurde. Die Rennleitung bestrafte Sutil zwar mit der Rückversetzung um drei Plätze auf Rang 17, davon hat Hamilton allerdings nicht viel.

Bei Red Bull war man dagegen rundum zufrieden. "Fantastisch, es läuft viel besser, als wir es erwartet haben", frohlockte Vettel, der dem österreichischen Team die insgesamt 50. Pole Position bescherte. "Wir sind dieses Jahr in einer sehr starken Position und können auch auf der Geraden mit den anderen mithalten. In den Kurven haben wir ja sowieso ein starkes Auto", erklärte der Deutsche.

Marko: "Hier ist viel möglich für uns"
Red Bulls Motorsportchef Helmut Marko freute sich nicht nur darüber, dass in Monza erstmals seit dem Auftaktrennen in Australien Mitte März wieder beide Autos in Reihe eins stehen, sondern auch über die gute Leistung des Schwesterteams Toro Rosso: Der Australier Daniel Ricciardo wurde Siebenter, der Franzose Jean-Eric Vergne Zehnter. "Erstmals alle vier Autos in den Top Ten, das ist ein guter Tag für Red Bull", betonte der 70-jährige Steirer. "Hier ist viel möglich für uns. Unser Speed war sowohl mit den harten als auch mit den weichen Reifen und in den Longruns gut." Das sei das Ergebnis der harten Arbeit nach dem enttäuschenden Budapest-Ergebnis.

Neben Marko hatte aber auch seine österreichische Landsfrau Monisha Kaltenborn, Teamchefin des Schweizer Sauber-Rennstalls, gut lachen. "Mit diesem Ergebnis haben wir sicherlich nicht gerechnet. Nico ist eine fantastische Runde gefahren, einfach perfekt", gab die 42-Jährige zu Protokoll. Hülkenberg selbst dankte vor allem seiner Boxencrew, die nach den schwachen Trainingsleistungen - Sauber war nie in den Top Ten - "super Arbeit" geleistet habe.

Damit scheint für Sauber sogar eine Rennüberraschung wie vor einem Jahr möglich: Damals war der Mexikaner Sergio Perez im königlichen Park von Monza hinter Hamilton und vor Alonso Zweiter geworden. "Träumen darf man immer. Wir hoffen, dass wir das Podestergebnis aus dem Vorjahr wiederholen können", sagte Kaltenborn.

Das Ergebnis des Qualifyings:

Rang Fahrer Team Q1 Q2 Q3
1 Sebastian Vettel Red Bull 1:24.319 1:23.977 1:23.755
2 Mark Webber Red Bull 1:24.923 1:24.263 1:23.968
3 Nico Hülkenberg Sauber 1:24.776 1:24.305 1:24.065
4 Felipe Massa Ferrari 1:24.950 1:24.479 1:24.132
5 Fernando Alonso Ferrari 1:24.661 1:24.227 1:24.142
6 Nico Rosberg Mercedes 1:24.527 1:24.393 1:24.192
7 Daniel Ricciardo Toro Rosso 1:24.655 1:24.290 1:24.209
8 Sergio Perez McLaren 1:24.635 1:24.592 1:24.502
9 Jenson Button McLaren 1:24.739 1:24.563 1:24.515
10 Jean-Eric Vergne Toro Rosso 1:24.630 1:24.575 1:28.050
11 Kimi Räikkönen Lotus 1:24.819 1:24.610
12 Lewis Hamilton Mercedes 1:24.589 1:24.803
13 Romain Grosjean Lotus 1:24.737 1:24.848
14 Adrian Sutil Force India 1:25.030 1:24.932
15 Pastor Maldonado Williams 1:24.905 1:25.011
16 Paul di Resta Force India 1:25.009 1:25.077
17 Esteban Gutierrez Sauber 1:25.226
18 Valtteri Bottas Williams 1:25.291
19 Giedo van der Garde Caterham 1:26.406
20 Charles Pic Caterham 1:26.563
21 Jules Bianchi Marussia 1:27.085
22 Max Chilton Marussia 1:27.480

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