So, 19. November 2017

Bürgermeister half

07.09.2013 17:17

Ballonunglück in NÖ: Passagiere gerettet

In Niederösterreich ist Samstag früh ein Ballonunglück glimpflich ausgegangen. Das Gefährt verlor plötzlich massiv an Höhe und drohte in die Donau zu stürzen. Laut Rettungskräften hatten die Insassen großes Glück. Sie wurden von Ersthelfern geborgen und blieben unverletzt. Neben dem 65-jährigen Ballonfahrer waren seine Ehefrau sowie die Tochter und der 14-jährige Enkel aus Salzburg an Bord.

Ersthelfer hatten gegen 9.30 Uhr beobachtet, wie der Heißluftballon im Gemeindegebiet von Rossatz im Bezirk Krems-Land gesunken ist, schilderte Philipp Gutlederer von "144 Notruf NÖ" den Unglückshergang. "Zuerst dachten wir, es handle sich um ein besonders spektakuläres Manöver", berichtete ein Augenzeuge. Der Heißluftballon sei aufgefallen, nachdem er besonders tief unterwegs war und nur rund fünf Meter über der Donau plötzlich wieder nach oben fuhr.

"Zwei oder drei Minuten später war er auf einmal wieder unten und der Korb streifte die Donau," schilderte der Augenzeuge. "Wir sahen, wie eine Person mit einem Seil aus dem Korb ins Wasser sprang und offfenbar versuchte, den Ballon Richtung Sandbank zu ziehen, was nicht wirklich funktioniert hat."

Passagiere mit privater Motorzille gerettet
Mit einer privaten Motorzille sind daraufhin die Helfer - darunter auch Dürnsteins Bürgermeister Johann Schmidl, der den Vorfall ebenfalls beobachtet hatte - umgehend zum Unglücksort gefahren. Die drei Fahrgäste konnten so rasch geborgen und an Land gebracht werden. Sie wurden zwar teilweise nass, erlitten aber glücklicherweise keine Verletzungen.

Ohne die Passagiere an Bord war der Ballon wieder leicht genug. Der Ballonfahrer konnte das Gefährt so noch einmal in die Luft bekommen und landete etwa 200 bis 300 Meter entfernt am anderen Ufer in einem Marillengarten. Auch der 65-Jährige blieb somit unverletzt.

Ballon kam wegen Wind von Kurs ab
Der Heißluftballon war um 7 Uhr im Rahmen eines Ballontreffens gemeinsam mit rund zehn weiteren vom Flugplatz Krems Gneixendorf gestartet. Laut Polizei sollte er in Scheibenhof landen. Aufgrund der Windverhältnisse sei dies aber nicht möglich gewesen und der Ballon fuhr das Donautal entlang. Eine versuchte Notlandung auf einer Sandbank scheiterte. So kam es dann auf Höhe von Rossatz zum Notausstieg der Passagiere im "knietiefen Wasser".

Für die Feuerwehr bedeutete der Vorfall mit sieben Feuerwehren und 85 Mann einen Großeinsatz. Eine Alarmmeldung, laut der der Heißluftballon nach der Notlandung brannte, stellte sich als falsch heraus. Laut "144 Notruf NÖ" sollen Probleme mit dem Gas zur Notlandung geführt haben.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden