Sa, 18. November 2017

Einbrecher am Werk

06.09.2013 17:00

Illegale Jagd nach Gold: „Groteske Geschichte“

Auf der Jagd nach vermuteten Schätzen sind seit einiger Zeit bislang unbekannte Stolleneinbrecher in jener Region des Salzburger Lungaus, wo nach entsprechenden Probebohrungen Goldabbau erwogen wird. Für den Bürgermeister von Muhr eine eher "groteske Geschichte", für das Bezirkspolizeikommando bislang kein Grund zum Eingreifen.

"Nach derzeitigen Erkenntnissen braucht es 1.000 Tonnen Gestein für fünf Gramm Gold, nur um die Maßstäbe klar zu legen. Nuggets liegen bei uns keine herum", schmunzelt Muhrs Gemeindechef Sepp Kandler im Gespräch mit der "Krone".

Auf seiner persönlichen Aufregungsskala messe er dem Geschehen kaum Bedeutung bei. "Da oben (gemeint sind die Erkundungsstollen, Anm.) sind immer wieder Einbrüche passiert, aber mehr als abgezwickte Ketten oder ein kaputtes Vorhängeschloss sind mir als Schäden nicht bekannt." Nun soll es aber auch kleinere Sprengungen gegeben haben, aber von Goldräubern oder illegalen Schatzsuchern könne man kaum ausgehen.

Auch auf dem Bezirkspolizeikommando Tamsweg weiß man bisher nichts von angezeigten Delikten, "unsererseits gibt es bis dato keinerlei Ermittlungen". Der von Noricum Gold beschäftigte Werner Paar aus Salzburg meint, dass nicht nach Gold, sondern nach seltenen Kristallen gesucht werde. Seit rund zwölf Jahren kämen immer wieder nicht autorisierte Stollenbesucher.

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