Sa, 16. Dezember 2017

Briten beleidigt

06.09.2013 11:05

Putin-Sprecher: Großbritannien nur "kleine Insel"

Der Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin hat beim G20-Gipfel in St. Petersburg einen diplomatischen Fauxpas begangen: Er soll Großbritannien als "kleine Insel", die niemand beachte, bezeichnet haben. Die britische Regierung zeigte sich naturgemäß empört.

Bei einem Briefing soll die verhängnisvolle Aussage von Dmitrij Peskow gefallen sein. Der Sprecher Putins sagte laut BBC, Großbritannien sei "nur eine kleine Insel - niemand schenkt ihnen Beachtung". Später habe Peskow die Aussage jedoch abgestritten, heißt es.

Briten beleidigt
Die Briten sind dennoch beleidigt. Schließlich legt nicht nur Premierminister David Cameron großen Wert darauf zu betonen, mit der Supermacht USA auf Augenhöhe zu sein. Großbritannien gilt als wichtigster Militärpartner der Vereinigten Staaten, insbesondere in den seit über zehn Jahren andauernden Einsätzen im Irak und Afghanistan.

Doch letzte Woche sprach sich das britische Unterhaus gegen einen Militärschlag in Syrien an der Seite der USA aus, was Cameron einen schweren Schlag versetzte. Das Königreich sei machtpolitisch auf dem absteigenden Ast, wenn es sich aus der Weltpolitik heraushalte, kritisierten nicht nur seine Anhänger. Dass dann US-Präsident Barack Obama auch noch entschied, sich beim G20-Gipfel nicht mit Cameron, sondern nur mit Frankreichs Präsident Francois Hollande zu einem Zwei-Augen-Gespräch zu treffen, war ein weiterer Tiefschlag für das britische Selbstverständnis.

Zumindest für die russische Beleidigung will man nun eine Entschuldigung: Die russische Regierung wolle diese Bemerkungen "sicher klarstellen", so ein britischer Sprecher gegenüber dem "Daily Telegraph".

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