Fr, 15. Dezember 2017

"War ein Test"

03.09.2013 12:49

Mittelmeer: USA und Israel feuerten Raketen ab

Verwirrung rund um zwei von einer russischen Radarstation im Mittelmeer geortete Raketen am Dienstag: Nachdem zunächst weder die USA noch Israel etwas von den beiden Flugkörpern gewusst haben wollten, bestätigte die israelische Armee wenig später, dass es einen gemeinsamen Raketentest gegeben habe. Dieser sollte der Erprobung eines Raketenabwehrsystems dienen.

Der Start sei am Dienstag um 8.16 Uhr MESZ von einer Radarstation in der russischen Stadt Armawir rund 1.200 Kilometer südlich von Moskau registriert worden, berichteten russische Agenturen unter Berufung auf das Ministerium. Laut Medienberichten seien die "ballistischen Objekte" ins Meer gestürzt.

Wegen der Krise in Syrien lag rasch der Verdacht nahe, der Abschuss hätte mit einer bevorstehenden Intervention zu tun gehabt. Die USA hatten im Mittelmeer mehrere raketenbestückte Kriegsschiffe für einen möglichen Angriff auf das Bürgerkriegsland in Stellung gebracht.

Zunächst Dementis aus Washington und Jerusalem
Aus Washington hatte es zunächst allerdings ein Dementi bezüglich des Raketenabschusses gegeben. Laut dem US-Sender CBS teilte die Regierung mit, keine Raketen von Schiffen oder Flugzeugen im Mittelmeerraum abgefeuert zu haben. Auch eine Sprecherin der israelischen Armee sagte zunächst, man habe "keine Kenntnis" von einem Raketenabschuss. Wenig später kam aber dann die Bestätigung aus Israel: "Es war ein Test." Aus der russischen Botschaft in Syriens Hauptstadt Damaskus hieß es, dass es keine Anzeichen für den Einschlag einer Rakete oder Explosionen gebe.

Russland warnt: "Gewalt bringt kein gewünschtes Ergebnis"
Der Raketentest dürfte kaum zur Entspannung im Syrien-Konflikt beitragen. Russland warnte am Dienstag neuerlich vor schweren Folgen eines Angriffs auf Syrien. "Die Anwendung von Gewalt wird nicht das gewünschte Ergebnis bringen, sondern genau das Gegenteil bewirken", sagte der Nahost-Beauftragte Sergej Werschinin. Auch der Iran bekräftigte seine Warnungen an die Adresse der USA. Der einflussreiche Ex-Präsident und Vorsitzende des Expertenrates, Ali Akbar Hashemi-Rafsanjani, sagte, eine US-Intervention würde "den gesamten Nahen und Mittleren Osten in den Abgrund reißen". Die USA und ihre Alliierten "können den Krieg beginnen, aber dessen Ende liegt dann nicht mehr in ihrer Hand", sagte er.

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