Di, 16. Jänner 2018

Grubor gefeuert

02.09.2013 16:01

Didi Kühbauer neuer Trainer des Wolfsberger AC

Der WAC hat nach sieben Runden ohne Sieg und nur zwei Punkten in der tipp3-Bundesliga die Reißleine gezogen. Die Kärntner trennten sich am Montag von Coach Slobodan Grubor, der erst zu Beginn der Saison nach dem Abgang von Nenad Bjelica zur Wiener Austria vom Co-Trainer zum Chefcoach aufgestiegen war. Mit Dietmar Kühbauer hat das Liga-Schlusslicht bereits einen Nachfolger gefunden, der Ex-Admira-Trainer wird bereits am Dienstag sein erstes Training in Wolfsberg leiten. Als Assistent wird Kühbauer Manfred Nastl nach Kärnten mitbringen.

Die Entlassung von Grubor hatte sich schon am Samstag nach der 1:4-Niederlage beim damaligen Vorletzten Sturm Graz angekündigt. "Es war mir eigentlich schon nach dem Spiel klar, dass es Konsequenzen geben muss, entweder durch die Installierung eines Sportdirektors oder die Entlassung des Trainers", sagte Präsident Dietmar Riegler. Und tatsächlich: Am Montagnachmittag war die Kurzzeit-Ära von Grubor beim WAC dann beendet. Den Ausschlag gab der schwache Auftritt in der UPC-Arena.

"Für die Nummer eins hat es bei uns nicht gepasst"
"Man hat gesehen, dass die Mannschaft im Kopf nicht mehr frei war. Der Trainer hat nicht mehr rübergebracht, was die Mannschaft auf dem Feld bringen muss", analysierte Riegler. Die tägliche Arbeit unter der Woche wurde vom Vereinschef nicht kritisiert. "Die Mannschaft hat gut trainiert, am Spieltag sind aber die Leistungen extrem ausgeblieben. Grubor hat viel für den Verein geleistet und ist ein ausgezeichneter Trainer, aber für die Nummer eins hat es bei uns nicht gepasst: Er war zu bekannt bei den Spielern, hat nicht mehr den nötigen Respekt bekommen", sagte Riegler.

Kühbauer einer von drei, vier Trainerkandidaten
Unter "drei, vier" Trainerkandidaten machte Kühbauer das Rennen. Der Burgenländer passt für diesen Posten genau, hatte er doch auch in der vergangenen Saison mit Admira Wacker Mödling in der zweiten Saison nach dem Aufstieg den Klassenerhalt geschafft. Die Rettung der Niederösterreicher kam damals allerdings erst in der letzten Runde. "Er ist der richtige Mann. Er hat im letzten Jahr Ähnliches miterlebt bei der Admira und gelernt, wie man damit umgeht", sagte Riegler über seinen Neo-Trainer.

Kühbauer feiert gegen die Admira sein WAC-Debüt
Kühbauer unterzeichnete bei den Wolfsbergern einen Vertrag bis Saisonende, der sich bei geschafftem Klassenerhalt automatisch verlängert. Seinen ersten Pflichtspielauftritt hat er am 14. September ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub Admira, von dem er sich noch vor dem Vorbereitungsstart getrennt hatte – und das im wichtigen Heimduell des Letzten mit dem Vorletzten aus der Südstadt. "Der Druck ist groß, deshalb haben wir uns auch für den Trainerwechsel entschieden. Die Vorgabe ist natürlich gegen die Admira drei Punkte zu machen", sagte Riegler.

Durch die Länderspielpause hat Kühbauer fast zwei Wochen Zeit, sich auf seine WAC-Premiere vorzubereiten und die Mannschaft näher kennenzulernen. "Der Zeitpunkt für den Wechsel ist der Beste", meinte Riegler. Positiv für den WAC-Coach ist, dass er mit den vergangene Woche verpflichteten Abwehrspielern Nemanja Rnic und Joachim Standfest zwei zusätzliche Kader-Alternativen zur Verfügung hat. "Es beginnt eine neue Ära, wir starten jetzt die Aufholjagd", blickte Riegler optimistisch in die Zukunft.

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