Fr, 17. November 2017

Vor allem Christen

29.08.2013 22:28

Österreich nimmt 500 syrische Flüchtlinge auf

Österreich nimmt 500 Flüchtlinge aus Syrien auf. Frauen und Kinder sollen bevorzugt ins Land gelassen werden, teilte das Außenministerium am Donnerstagabend mit. Demnach sollen vor allem Angehörige der christlichen Minderheit im Bürgerkriegsland aufgenommen werden. Dies soll in "einigen wenigen Wochen" erfolgen, erklärte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner.

Man wolle nun Kontakt mit einer internationalen humanitären Organisation herstellen, so Mikl-Leitner. Welche das sein wird, stehe noch nicht fest. Auch wo die Betroffenen untergebracht werden sollen, ist noch nicht bekannt.

"Österreich kommt seiner Verantwortung nach"
Dass nun doch Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen werden, obwohl sie das im Juni noch abgelehnt hatte, erklärte die Ministerin damit, dass sich die Situation vor Ort Tag für Tag mehr zuspitze. "Wir gehen mit gutem Beispiel voran", das erwarte sie sich auch von den anderen europäischen Staaten. Druck aus Brüssel habe es "überhaupt nicht" gegeben: "Österreich kommt seiner Verantwortung nach", die Situation in Syrien sei äußerst kritisch.

Deutschland nimmt 5.000 Syrer auf
Bereits zuvor hatte die deutsche Bundesregierung ihre Absicht bekräftigt, 5.000 Syrer aufzunehmen. Innenminister Hans-Peter Friedrich forderte die anderen EU-Staaten dazu auf, ebenfalls Flüchtlinge zu beherbergen. Kanzlerin Angela Merkel sagte, sie heiße die Geflohenen in Deutschland willkommen.

EU-Appell an Mitgliedstaaten
Appelle kamen auch aus Brüssel. Wenn die Zahl der Flüchtlinge deutlich ansteige, "müssen die gesamte EU und die einzelnen Mitgliedstaaten bereit sein, mit den ihnen zur Verfügung stehenden Solidaritätsmaßnahmen zu antworten", sagte ein Sprecher von EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström. Dazu gehöre der Einsatz von EU-Mitteln. Über die Aufnahme von Flüchtlingen müssten die Staaten aber letztlich selbst entscheiden.

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