Fr, 24. November 2017

Belastungen getrotzt

28.08.2013 08:25

NASA testet Triebwerksteil aus dem 3D-Drucker

Eine komplett mittels 3D-Drucker hergestellte Düse hat einem ersten Belastungstest der US-Raumfahrtbehörde NASA standgehalten. Die Einspritzdüse sei das bisher größte geprüfte Raketentriebwerksteil aus einem 3D-Drucker, teilte die NASA am Dienstag in Washington mit.

Bei dem Test in der vergangenen Woche seien flüssiger Sauerstoff und gasförmiger Wasserstoff durch die Düse geleitet und eine sehr starke Antriebskraft erzeugt worden. Die aus lediglich zwei ausgedruckten Einzelteilen zusammengesetzte Düse habe dabei Temperaturen von über 3.300 Grad Celsius und einem Druck von umgerechnet rund 635 Kilogramm pro 6,4 Quadratzentimetern standgehalten, so die NASA in einer Mitteilung.

Die Düse selbst besteht aus einem Pulvergemisch aus Nickel und Chrom, das ein Laser zuvor in einem 3D-Drucker verschmolzen hatte. "Dieser erfolgreiche Test bringt uns einen großen Schritt weiter dabei, zu beweisen, dass diese innovative Technologie benutzt werden kann, um die Kosten der Flug-Ausrüstung zu reduzieren", sagte NASA-Manager Chris Singer und sprach von einem "Meilenstein" für die US-Raumfahrtbehörde.

Einer der Schlüssel zur Verringerung der Kosten für Raketenteile liege in der Minimierung der Anzahl der Komponenten, denn weniger Teile bedeuteten auch weniger Aufwand für die Montage, hieß es weiter. Zum Vergleich führte die NASA an, dass eine vergleichbare frühere und konventionell gefertigte Düse noch aus 115 Einzelteilen bestanden habe.

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