Sa, 21. Oktober 2017

In Sbg und Tirol

24.08.2013 15:14

Heftige Gewitter lösen Brände und Muren aus

Gewitter mit Starkregen haben am Freitagabend in den Salzburger Gebirgsgauen mehrere Murenabgänge und drei Brände ausgelöst. In Großarl im Pongau setzte um Mitternacht ein Blitzschlag ein Waldstück in Brand. Da das Gelände extrem steil ist, konnte die Feuerwehr in der Nacht die Brandstelle nicht erreichen. Erst am Samstag konnte das Feuer gelöscht werden. Auch über Tirol entluden sich mehrere heftige Unwetter.

40 Mann der Freiwilligen Feuerwehren Großarl und St. Johann sowie die Waldbrandausrüstung für den Pongau standen im Einsatz. Kurz vor Samstagmittag waren bereits acht Flüge mit dem Hubschrauber geflogen worden, so ein Sprecher des Landesfeuerwehrkommandos. Wie groß die betroffene Waldfläche ist, ist noch nicht bekannt. Am frühen Nachmittag hatte die Feuerwehr den Waldbrand schließlich gelöscht. "Wir sind gerade eingerückt und stellen die Einsatzbereitschaft wieder her", sagte Einsatzleiter Ortsfeuerwehrkommandant Josef Prommegger.

Bereits in der Nacht musste die Feuerwehr im Lungau zu zwei Löscheinsätzen ausrücken, nachdem Blitze in Strommasten eingeschlagen und diese in Brand gesetzt hatten. Kurz vor Mitternacht stand ein Hochspannungsmast im Unternberger Ortsteil Pischelsdorf in Flammen. 20 Feuerwehrleute hatten den Brand rasch gelöscht, laut Polizei entstand aber schwerer Sachschaden. Und kurz nach 4 Uhr schlug in Tamsweg ein Blitz in einen Mast einer 360-kV-Leitung ein. Das Feuer breitete sich an zwei Stellen rasch aus. Nach Abschaltung des Stroms war der Brand ebenfalls schnell gelöscht.

Mure verschüttet Großglockner Hochalpenstraße
Bereits gegen 19 Uhr hatte eine Hangrutschung die Großglockner Hochalpenstraße auf einer Länge von rund 200 Metern verlegt. Die Mure war vom Weichselbachgraben ausgegangen und erwischte die Straße in der Nähe der Embachkapelle. Die Straße war während der Aufräumarbeiten bis kurz vor Mitternacht gesperrt.

Um 19.30 Uhr trat in Mauterndorf im Lungau nach einem heftigen Gewitter ein Graben über die Ufer und überschwemmte die Katschberg Bundesstraße. Der Feuerwehr und der Straßenmeisterei gelang es, mit schwerem Gerät die Durchlassschächte freizulegen und das Wasser abzuleiten. Die Straße war rund zehn Minuten komplett gesperrt und während den Aufräumungsarbeiten nur einspurig befahrbar.

In der Lungauer Gemeinde St. Andrä ging ebenfalls eine Mure ab, betroffen war die Lungauer Landesstraße. Da die Regenfälle zunächst nicht nachließen und die Straße nur erschwert befahrbar war, verfügte der Katastrophenreferent eine Sperre der Straße im betroffenen Bereich, die mittlerweile wieder aufgehoben wurde.

Etliche Feuerwehreinsätze in Tirol
Zum Teil schwere Gewitter mit Hagel und Starkregen lösten am Freitagabend mehrere Feuerwehreinsätze in Tirol aus: Betroffen waren unter anderem das Sellraintal, Neustift im Stubaital und Kematen (alle Bezirk Innsbruck-Land). Laut Polizei war unter anderem die Sellraintaler Straße wegen kleinerer Vermurungen vorübergehend gesperrt.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).