Sa, 16. Dezember 2017

Kaspersky warnt:

16.08.2013 12:23

Zahl der infizierten Android-Apps explodiert

Das IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky warnt in seinem neuesten Bedrohungsreport vor einer dramatischen Zunahme von mit Malware infizierten Android-Apps. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres hat sich die Zahl der neu entdeckten infizierten Anwendungen auf 100.000 verdoppelt. Gefahr lauert vor allem bei Apps, die nicht über Googles offiziellen Play Store heruntergeladen werden.

Infizierte Android-Apps holt man sich demnach vor allem bei Downloads aus dem Netz oder in alternativen App-Stores, wie sie vor allem im asiatischen Raum beliebt sind. Die Vorgehensweise der Cyberkriminellen: Sie laden die Apps in der Originalversion herunter und modifizieren sie dann mit Viren und Würmern. Anschließend werden die Anwendungen wieder online gestellt oder über alternative App-Stores zum Download angeboten.

Gefahr lauert vor allem bei inoffiziellen Apps
Weil die infizierten Apps zwar recht zahlreich sind, allerdings vor allem über inoffizielle Kanäle verbreitet werden, ist die Gefahr für Nutzer, die nur auf Anwendungen aus Googles offiziellem Play Store zurückgreifen, trotz der Explosion bei infizierten Apps vergleichsweise überschaubar.

Wer aber gelegentlich Anwendungen auf seinem Handy installiert, die nicht über Googles Anwendungsmarktplatz bezogen wurden, der sollte besondere Vorsicht walten lassen und sich zur Sicherheit mit einem der oft gratis erhältlichen Antivirenprodukte für Android schützen.

Immer höher entwickelte Trojaner in Umlauf
Die größte Gefahr auf Mobilgeräten geht laut Kaspersky von Trojanern aus, die Nutzerinformationen und persönliche Daten abgreifen und das Gerät manipulieren. Trojaner für Android hätten sich in den vergangenen Monaten deutlich weiterentwickelt, heißt es von den Virenforschern.

Die Schadsoftware sei mittlerweile zunehmend in der Lage, größere Mengen an Nutzerdaten unbemerkt zu verschicken. Manch besonders bösartiger Trojaner installiert im Hintergrund gar weitere Schädlinge, warnt Kaspersky. Die Raffinesse, mit der manche Android-Malware vorgeht, erinnere zunehmend an die teils hochkomplexen Windows-Schädlinge, warnt das Unternehmen.

Ransomware jetzt auch als mobile Gefahr
Auf Android-Smartphones tauchen zudem erste Ransomware-Schädlinge auf. Dabei handelt es sich um Software, die den Anschein erweckt, das Gerät sei aus bestimmten Gründen gesperrt worden und könne nur durch die Zahlung eines Geldbetrages wieder entsperrt werden. Auf dem PC ist derartige Software längst bekannt, auf Android hingegen neu.

Kaspersky berichtet in diesem Zusammenhang von einem Schädling, der gemeinsam mit einer App heruntergeladen wird, die kostenloses Telefonieren verspricht und in inoffiziellen App-Stores kursiert. Die Anwendung sperrt nach einiger Zeit das Smartphone und gibt sich als Antiviren-Tool aus, das einen Schädling entdeckt hat.

Entfernen könne man den Virus aber nur nach Kauf einer Lizenz, heißt es in der Anwendung. Eine Benutzung des Telefons ist nach einer Infektion mit dieser Malware nicht mehr möglich, weshalb viele Betroffene tatsächlich zahlen. Das Geld stecken sich dann Cyberkriminelle ein, einen Schädling hat es in Wahrheit - mit Ausnahme der Ransomware selbst - nie gegeben.

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