Mo, 11. Dezember 2017

Bill Gates:

09.08.2013 11:45

"Wenn man Malaria hat, hilft kein Google-Ballon"

Google erprobt derzeit in den USA eine Methode, mit der entlegene Gebiete und Entwicklungsländer mit dem Internet versorgt werden könnten: Ballons, die sich in großer Höhe zu Netzwerken verbinden und den Menschen am Boden die Möglichkeit bieten, online zu gehen. Microsoft-Gründer Bill Gates kritisiert das Google-Projekt harsch.

Während Google dem Technikblog "Engadget" zufolge bereits erprobt, wie sich Funk- und Radiowellen auf die Technologie auswirken, wurmt Microsoft-Gründer Bill Gates etwas anderes. Er gibt zu bedenken, dass Entwicklungsländer üblicherweise andere Probleme als einen Mangel an Internetzugängen haben.

Gates: "Es gibt keine Website, die Durchfall heilt"
"Wenn Sie an Malaria sterben, werden Sie wohl nach oben blicken und diesen Ballon sehen – und ich bin nicht sicher, wie der Ihnen helfen soll", kommentiert der Microsoft-Gründer das Google-Projekt im Gespräch mit dem Magazin "BusinessWeek". "Wenn ein Kind Durchfall bekommt, dann gibt es keine Website, die das heilt", fügt er hinzu.

Gates spart in dem Interview nicht mit Kritik an Google. Der Konzern könne weit mehr für die Menschheit tun, ist Gates überzeugt, der mit seiner Stiftung immer wieder in wohltätige Projekte investiert. "Die haben alles abgestellt", kritisiert Gates zudem Googles vor einigen Jahren gestarteten Philanthropie-Verein Google.org. Heute konzentriere sich Google auf sein Kerngeschäft, das Internet. "Gut. Aber Akteure, die nur ihr Kerngeschäft machen, werden den Armen nicht helfen", so Gates.

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