So, 22. Oktober 2017

Unfälle vermeiden

09.08.2013 10:05

Was Wanderer im Umgang mit Kühen beachten sollten

Unfälle von Wanderern mit Kühen sind leider auch in der diesjährigen Almsaison keine Seltenheit. Dabei sind Kühe eigentlich äußerst friedfertige Tiere. Die Experten der Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" geben Tipps zur Vermeidung von Risiken und für einen maximalen Wanderspaß.

Biologisch betrachtet sind Rinder Fluchttiere, die bei Gefahr weglaufen. Nur wenn es keinen Fluchtweg gibt oder sie ihre Jungtiere verteidigen, können diese so friedlichen Tiere mit einem Angriff reagieren.

"Kühe haben einen sehr starken Mutterinstinkt", erklärt Tierschützerin Indra Kley. "Daher gilt als erste Regel: Wenn Wanderer Muttertiere mit ihren Kälbern sehen, sollten sie einen großen Bogen um die Kuhherde machen." Viele Zwischenfälle, bei denen Wanderer verletzt werden, hätten auf diese Weise vermieden werden können, meint Kley.

Abgesehen davon hilft es, sich ein paar einfache Regeln zu Herzen zu nehmen, um eine Wanderung ohne unerfreuliche Zwischenfälle genießen zu können:

  • Am besten man klärt schon vor der Wanderung ab, ob diese über Weiden führt, und sucht gegebenenfalls nach alternativen Routen. Das gilt vor allem, wenn Hunde mit von der Partie sind.
  • Grundsätzlich sollte man markierte Wege nicht verlassen und ein achtsames Verhalten an den Tag legen.
  • Ist die Überquerung einer Weide unvermeidlich, sollte man sich ruhig verhalten und begleitende Hunde unbedingt anleinen. Hunde stellen natürliche Feinde für Rinder dar und können deren angeborenes Abwehrverhalten auslösen, sodass eine ursprünglich friedfertige Kuhherde bedrohlich reagieren kann.
  • Die Begegnung mit Tieren in der freien Natur ist ein beeindruckendes Erlebnis und kann den Wunsch nach Kontakt bewirken. Doch auch wenn das Kälbchen noch so herzig scheint, darf es nicht berührt oder gefüttert werden, da dies den starken Schutzinstinkt seiner Mutter vermehrt wecken könnte. Vielmehr ist generell zu allen Rindern auf der Weide größtmöglicher Abstand zu halten.
  • Lärmendes Verhalten, das Imitieren von Kuhlauten und ruckartige Bewegungen oder spontanes Umherlaufen sollten in jedem Fall unterlassen werden.
  • Die Körperhaltung der Tiere ist sehr aufschlussreich: Ein Senken des Kopfes in einer Konfrontation ist eine eindeutige Drohgebärde. In einem solchen Fall sollte man so ruhig wie möglich zurückweichen und die Alm verlassen.

Berücksichtigt man diese wenigen einfachen Verhaltensregeln, minimiert man die Gefahr auf ein Restrisiko, das bei einem Zusammentreffen mit Tieren nie ganz auszuschließen ist. "Ein respektvoller Zugang zur Natur und ihren Lebewesen ist jedenfalls die beste Voraussetzung für ein sommerliches Wandervergnügen", so Indra Kley.

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