Fr, 24. November 2017

„Hatte Todesangst“

06.08.2013 08:28

OÖ: Frau (61) rettet Dreijährige vor dem Ertrinken

"Ich seh' immer noch den verzweifelten Blick von dem Kind. Außer mir hat keiner geholfen. Und der Vater hat sich nur knapp bedankt, kein schlechtes Gewissen gehabt." Ernestine Gebetshuber (61) aus Bad Wimsbach-Neydharting in Oberösterreich rettete laut eigener Angabe in Traunkirchen ein dreijähriges Mädchen vor dem Ertrinkungstod.

"Mich regt das Ganze immer noch richtig auf. Ich war am Samstag mit meiner Tochter auf dem öffentlichen Badeplatz des Landes vor Traunkirchen baden. Auf einmal seh' ich, wie ein Kleinkind hilflos im Wasser strampelt. Den verzweifelten Blick von der Kleinen vergess' ich sicher nie. Ich muss nur die Augen zumachen, da seh ich sie in ihrer Not sofort wieder vor mir. Sie hatte Todesangst", beschreibt Gebetshuber den dramatischen Vorfall.

"Das ist unverantwortlich"
"Ich bin sofort ins Wasser hineingesprungen und hab' sie herausgezogen. Offenbar wollte das Mädchen seinem Vater nachschwimmen, der schon weiter vorne war. Er ist dann zurückgekommen, hat sich knapp bedankt und noch gemeint, ob ich ihm die Luftmatratze bringen kann. Ich hab' so einen Schock gehabt, ich war durch den Wind."

Die Lebensretterin ärgert sehr, dass rundherum Badegäste zusahen, aber nicht reagierten. Und sie kritisiert scharf den Leichtsinn des jungen Vaters: "Er hat wahrscheinlich geglaubt, dass seine Tochter schon gut genug schwimmen kann. Aber ich kann doch so ein kleines Kind nicht ohne Schwimmflügerln ins Wasser lassen. Das ist unverantwortlich."

Bademeisterin richtet Appell an Eltern
Auch Bademeisterin Barbara Desch von der Eurotherme Bad Schallerbach rät allen Eltern, ihre Kinder schon früh an Schwimmhilfen zu gewöhnen. "Wir appellieren auf Flyern und mit Lautsprecherdurchsagen an die Aufsichtspersonen, die Kleinen im gesamten Badebereich - in den Schwimmbecken sowie im Freibereich - mit Schwimmflügerln zu sichern."

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