So, 19. November 2017

Dreister Betrug

05.08.2013 13:49

Frau kauft zwei iPhones und bekommt nur Äpfel

iPhones sind begehrte, aber teure Geräte. Kein Wunder, dass viele Interessenten versuchen, mit Second-Hand-Smartphones Geld zu sparen, und im Internet nach günstigen Angeboten Ausschau halten. Einer Australierin ist das nun aber zum Verhängnis geworden. Nachdem sie von einer fremden Frau zwei iPhones für umgerechnet 1.000 Euro gekauft und den Packungsinhalt bei der Übergabe nicht überprüft hatte, musste sie zu Hause feststellen, dass sie nichts anderes als zwei Äpfel in Apple-Originalverpackung erworben hatte.

Wie die australische Zeitung "Herald Sun" berichtet, wurde die dreiste Betrügerin auf die iPhone-Interessentin aufmerksam, als diese am Onlinemarktplatz "Gumtree" ein Inserat aufgab, in dem sie nach günstigen iPhones suchte. Es dauerte nicht lang, bis die 21-Jährige einen Anruf von einer Frau erhielt, die angab, zwei neue iPhones verkaufen zu wollen.

Mogelpackung bei Parkplatz-Übergabe nicht bemerkt
Rasch wurde ein McDonalds-Parkplatz in einem Vorort Brisbanes als Treffpunkt für die Übergabe fixiert und wenig später trafen sich die beiden Frauen auch schon dort. Die vermeintliche iPhone-Verkäuferin hatte tatsächlich zwei iPhone-Originalverpackungen im Gepäck und auch der Preis schien für zwei iPhones durchaus angemessen.

Unglücklicherweise warf die Käuferin bei der Übergabe keinen Blick ins Innere der Kartons. Sonst hätte sie ihrem Gegenüber wohl keine 1.500 australische Dollar (1.000 Euro) für die Mogelpackung in die Hand gedrückt. Erst zu Hause bemerkte die 21-Jährige den Betrug. In den Verpackungen waren keine Handys mit Apple-Logo zu finden, sondern nichts weiter als zwei ganz normale Äpfel.

Betrüger verdienen immer wieder an Fake-Elektronik
Es ist nicht der erste Betrugsfall, in dem dreiste Kriminelle dank der hohen Nachfrage nach aktuellen Smartphones verdienen. Erst vor einigen Monaten wurde der Fall eines Burgenländers (siehe Infobox) bekannt, der auf einem Parkplatz in Holland 100 vermeintlich neue Smartphones von einem dubiosen Händler gekauft hatte. Erst bei der Rückreise nach Österreich entdeckte er auf einem Autobahnrastplatz, dass er für seine 27.000 Euro keine Handys, sondern Holzstücke bekommen hatte.

Bei Gebrauchtkäufen sollte man deshalb seinen Hausverstand gebrauchen, warnt der australische Polizist Jess Hopkin im Gespräch mit der Zeitung. "Wenn etwas zu gut aussieht, um wahr zu sein, dann ist es das vielleicht wirklich", so Hopkin. Man solle nicht pauschal Onlinemarktplätze meiden, weil die meisten Verkäufer dort ehrlicher Natur seien. Man sollte sich aber schon Gedanken darüber machen, was man da eigentlich kauft. Für die 21-jährige nunmehrige Besitzerin zweier Äpfel kommt dieser Hinweis allerdings zu spät.

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