Mo, 20. November 2017

Touren trotz Sperre

03.08.2013 16:50

Waldbrand am Attersee in OÖ: 21 Kletterer gerettet

Ein Waldbrand beim Klettersteig "Mahdlgupf" in Steinbach am Attersee in Oberösterreich hält die Feuerwehren seit Freitag auf Trab und hat schon zumindest 21 Bergsteiger in eine gefährliche Situation gebracht. Noch am Freitag entkamen neun Menschen nur knapp den Flammen. Samstag früh stiegen trotz behördlicher Sperre wieder zwölf Alpinisten auf, die dann von den Einsatzkräften im dichten Rauch heruntergelotst werden mussten.

Am Mahdlgupf nahe Steinbach sind am Freitag rund 1.000 Quadratmeter trockener Fichtenwald aus unbekannter Ursache in Brand geraten. Bis Samstag breitete sich das Feuer auf einer Fläche von rund 3.000 Quadratmetern aus, wie Einsatzleiter Wolfgang Hufnagl schilderte. Etwa 160 Feuerwehrleute stehen im Einsatz.

"Die Florianis haben eine Leitung vom See auf den Berg gelegt, um das Gelände großflächig benetzen zu können", hieß es seitens der Einsatzleitung. Denn durch herabfallendes Brandgut griffen die Flammen immer weiter um sich. Der eigentliche Brandherd liegt in einem Steilhang. Dort wurde mittels zweier Militärhubschrauber - einem Black Hawk und einer Augusta Bell - gelöscht.

Bergsteigergruppe ignoriert Sperre
Noch am Freitag wurde eine achtköpfige Kletterer-Gruppe von der Bergrettung gerade noch rechtzeitig aus dem Gefahrenbereich nach unten gebracht, wie die Polizei mitteilte. Ein weiterer Alpinist, der allein unterwegs war, entkam aus eigener Kraft in Richtung Gipfel. Daraufhin wurden der Klettersteig und die angrenzenden Wanderwege behördlich gesperrt.

Laut Feuerwehr hielten sich aber etliche Wanderer nicht an die Sperre. Samstag früh wurden insgesamt zwölf Bergsteiger vom Hubschrauber aus entdeckt. Sie waren wegen der starken Rauchentwicklung nur schwer auszumachen und wurden schließlich von den Einsatzkräften ins Tal gelotst. Die Löscharbeiten und der große Ansturm an Badegästen führten zudem zu erheblichen Staus rund um den Attersee.

Weiterer Brand wütet nahe Bad Ischl
Obwohl die Situation nach wie vor brenzlig ist, wurden am Samstagnachmittag drei Feuerwehren und ein Hubschrauber nach Bad Ischl (Bezirk Gmunden) abgezogen. Dort steht ein etwa 600 Quadratmeter großes Waldstück in Flammen.

Auch im restlichen Bundesland kam es am Samstag zu mehreren, vermutlich durch Trockenheit und Hitze ausgelösten Bränden. In Steyr flackerten in einem Augebiet Reste eines Lagerfeuers, das am Freitagabend angezündet worden war, wieder auf. Eine Frau bemerkte das und alarmierte die Feuerwehr. Die Flammen wurden gelöscht, bevor sie sich weiter ausbreiten konnten.

In Buchkirchen (Bezirk Wels-Land) brannte ein Stoppelfeld und in Pucking (Bezirk Linz-Land) fing eine Heuballenpresse Feuer. Hilfe von oben - in Form von Gewittern und Regen - dürften die Einsatzkräfte frühestens am Sonntag erhalten.

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