Do, 23. November 2017

Als neunte Partei

01.08.2013 15:13

Piraten setzen Segel Richtung Nationalratswahl

Am vorletzten Tag der Einreichfrist für eine Kandidatur bei der Nationalratswahl am 29. September hat die Piratenpartei ebenfalls den Sprung auf die bundesweite Wahlliste geschafft. Donnerstagnachmittag gab Bundesvorstands-Mitglied André Igler bekannt, dass die letzten fehlenden Unterstützungserklärungen in Salzburg gesammelt werden konnten. Damit werden die Österreicher aller Voraussicht nach die Wahl zwischen neun Parteien haben - im Jahr 2008 standen zehn Parteien auf der Bundesliste.

Die Piraten sind "stolz", dass sie die rund 2.700 Unterstützungserklärungen "ohne Kohle" zusammengebracht haben. Man habe keine Sponsoren, die Parteimitglieder hätten selbst ihre Aufwendung für die "Überzeugungsarbeit" bezahlt, berichtete Igler.

Magere Ausbeute bei den Landtagswahlen 2013
Bei den Landtagswahlen des heurigen Jahres waren die Piraten noch weniger erfolgreich. Nur bei drei der vier Anläufe brachten sie genug Unterschriften für eine landesweite Kandidatur zusammen. In Niederösterreich schafften sie es in nur einem Bezirk (Gänserndorf) und damit auf nur 0,05 Prozent bei der Wahl.

In Tirol eroberten sie in drei Wahlkreisen 0,38 und in Salzburg 1,30 Prozent der Stimmen. In Kärnten kamen sie landesweit auf 0,99 Prozent. Somit sind die Piraten noch in keinem Landtag vertreten. Aber in zwei Gemeinderäte schafften sie es 2012 dennoch: in Innsbruck und Graz - aber nur, weil es dort keine Sperrklausel gibt. Denn in beiden Landeshauptstädten kamen die Piraten nicht auf die mindestens vier Prozent, die für den Einzug in den Nationalrat nötig wären.

Piraten-Euphorie in D konnte nicht auf Ö übertragen werden
Für den Nationalrat kandidieren die erst 2012 formal gegründeten österreichischen Piraten heuer erstmals. Ihre Vorläufer hätten nach den überraschenden Erfolgen der deutschen Kollegen schon 2006 und 2008 gerne teilgenommen, brachten die nötigen Unterstützungserklärungen aber nicht zusammen.

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