Di, 12. Dezember 2017

"Sind Lärm gewohnt"

24.07.2013 13:47

Sogar Anrainer freuen sich auf den Spielberg-GP

Ausgebuchte Gasthöfe und erleichterte Anrainer - das Comeback der Formel 1 in Spielberg ist in der Nachbarschaft des Red Bull Rings durch die Bank gut aufgenommen worden. "Wir sind den Lärm von den Fliegern gewohnt", meinte ein pensionierter Spielberger. Ein 57-jähriger Anrainer erwarte sich einen wirtschaftlichen Impuls für die ganze Region: "Der Ort wird ins Weltgeschehen gerückt."

Beinahe verlassen wirkte der Ring am Mittwoch: Einsam goss ein Gärtner den von der Hitze ausgedörrten Rasen vor dem Fanshop. Nach und nach trudelten Besucher und Lieferanten ein, von Hektik keine Spur. An der Strecke wurden kleinere Arbeiten durchgeführt: Einzelne Kerbs und Werbetafeln mussten nach dem Formel-Renault-Wochenende wieder ausgetauscht werden.

Bereits zahlreiche Anfragen um Eintrittskarten
Doch sofort, nachdem am Dienstag bekannt wurde, dass der 6. Juli 2014 als Termin feststeht, liefen am Ring die Telefone heiß: Vor allem Ticketanfragen und Reservierungsbitten für die zum Projekt Spielberg gehörenden Quartiere waren die Wünsche der Anrufer. Die Interessenten mussten jedoch vertröstet werden, Karten gibt es noch längst nicht und die Zimmer in Dietrich Mateschitz' Hotels sind alle reserviert.

Glück hatten dagegen Motorsportfans etwa im Gasthof Schweizerhof im Zentrum von Spielberg, wo man "erst" am Dienstagabend ausgebucht war. Unter den Gästen des Lokals war der 57-jährige Spielberger mit seiner Ehefrau und seiner Mutter: "Das ist ein toller Impuls für die ganze Region, aber hoffentlich bekommen sie die Verhinderer in den Griff." Kritisch sah er jedoch die "eskalierenden Preise" am Ring: "Ich werde mir sicher ein Ticket für den Grand Prix kaufen, sofern ich es mir leisten kann." Er selbst sei bereits bei den ersten Rennen, damals noch am Flugplatz in Zeltweg, dabei gewesen.

Lärm für viele Anrainer offenbar kein Problem
Seine 90-jährige Mutter wohne in Fohnsdorf und auch sie habe nichts gegen die Formel 1: "Das bringt Geld in die Region." Der Lärm mache ihr nichts aus: "Früher nicht und auch jetzt nicht, wo ich schon schlechter höre." Ähnlich sahen das zwei weitere Pensionisten aus Spielberg: "Der Lärm ist wegen der Eurofighter in Zeltweg Alltag", meinte ein 60-Jähriger. Er halte die Airpower für lauter, weil die schon eine Woche davor zum Trainieren beginnen würden. "Der Lärm tut nicht unbedingt weh und nach zwei, drei Tagen ist der Zinnober wieder vorbei", fügte der andere am Stammtisch hinzu.

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