Sa, 18. November 2017

Schuhe für Kids

02.08.2013 10:25

So finden Sie die richtigen Schuhe für Ihr Kind

Einen gut passenden, bequemen, schönen Schuh zu finden, ist schon für uns Erwachsene nicht unbedingt einfach. Wie schwierig ist es da erst, für Kinder ein passendes Gehwerkzeug zu auszusuchen... Besonders, zumal hier für den stolzen Träger in spe andere Maßstäbe gelten als für Mama und Papa: Für Ihren kleinen Schatz muss der Schuh vorzugsweise lustig aussehen, mit fortschreitendem Alter "cool". Ob die optischen Favoriten dann aber auch orthopädischen Qualitätskriterien genügen, ist für den Nachwuchs nebensächlich. Hier erfahren Sie, worauf Sie beim Schuhkauf mit Kindern achten sollten.

Wann braucht mein Kind die ersten Schuhe?
Zunächst sollten Sie sich die Frage stellen, ob Ihr Kind überhaupt schon Schuhe braucht. Denn grundsätzlich kommt der kindliche Fuß auch recht gut ohne Schuhe aus. Solange Ihr Kind noch nicht läuft, braucht es auch noch keine Fußbekleidung – dickere Socken genügen zum Schutz. Erst wenn es beginnt, sich an Gegenständen seiner Umgebung hochzuziehen und die ersten Schritte zu machen, sollten Sie darüber nachdenken, Schuhe zu kaufen. Diese sollten aber dann nur zum Schutz gegen Auskühlen oder als Schutz vor Verletzungen angezogen werden – wann immer möglich sollte Ihr Kind barfuß laufen, da sich der Fuß erst entwickeln muss und Schuhe die Beweglichkeit grundsätzlich einschränken.

Wenn Sie in dieser Phase bereits Schuhe kaufen wollen, sollten es dünne, atmungsaktive Leder-, Filz- oder Textilschuhe mit sehr weicher, biegsamer Sohle sein, die sich dem Fuß Ihres Kindes gut anpassen. Keinesfalls sollten Sie Schuhe wählen, die eine dicke Gummisohle haben oder ganz aus hartem Kunststoff sind, denn die harte Sohle behindert die gesunde Entwicklung der Fußstellung und Fußmuskulatur. Zudem ist das Gehen mit festen Schuhen für Ihr Kind in etwa so, als ob ein Erwachsener auf Eis zu gehen versucht. Sie können Ihrem Kind weiche Einlagen kaufen oder einfach Einlagen aus Schaumstoff zurechtschneiden. So fühlt sich Ihr Kind in den neuen Schuhen deutlich wohler, weil der Gang etwas abgefedert wird.

Größenauswahl
Eines gleich vorweg: Sie sollten sich beim Schuhkauf nicht unbedingt auf Standardschuhgrößen verlassen. Die tatsächlichen Schnitte und Längen weichen oft ab und machen daher eine Auswahl rein aufgrund der Größe nahezu unmöglich. Auch die Faustregel, dass vor der großen Zehe noch ein Daumen breit Platz bleiben muss, funktioniert in dieser Form nicht, da kleine Kinder bei Druck die Zehen reflexartig einziehen und so scheinbar mehr Platz bleibt, als tatsächlich der Fall ist.

Sie sollten daher den Fuß Ihres Kindes vermessen, sowohl in der Länge als auch in der Breite. Am besten funktioniert das, wenn Sie Ihr Kind auf eine feste Unterlage stellen und eine Schablone der Füße anfertigen: Einfach ein Stück dünnen Pappkarton unterlegen und mit einem gerade gehaltenen Stift die Umrisse nachziehen. Diese Fußabdrücke schneiden Sie dann genau aus und können im Geschäft bereits vor dem Anprobieren nachvollziehen, ob die Schuhe wirklich passen können oder ob Ihr kleiner Schatz sich einfach in die bunten Enten auf dem Schuh verliebt hat und dafür sogar Schmerzen in Kauf nehmen will.

Die Schuhe sollten innen zwölf bis maximal 17 mm länger sein als der Fuß Ihres Kindes. Das können Sie mit Ihrer Schablone leicht überprüfen: Einfach den Karton zuerst auf die Sohle legen, um zu sehen, ob sich die Länge grundsätzlich ausgeht und auch ob der Schuh breit genug, aber nicht zu breit ist. Danach den Karton in den Schuh schieben und leicht anstreichen. Knickt der Karton an einer Stelle, dann wissen Sie, dass der Schuh von der Breite her zu eng ist.

Der Schuh sollte hinten an der Ferse guten Halt bieten, aber weder zu eng noch zu weit sein. Denn ist der Schuh zu weit, rutscht Ihr Kind beim Laufen nach vorne und staucht sich die Zehen. Das kann später zu Fehlstellungen führen. Daher wird auch davon abgeraten, Schuhe mit einem Puffer von mehr als zwei Größen zu kaufen – Sie tun zwar Ihrer Geldbörse etwas Gutes, aber nicht den Füßen Ihres Kindes. Schlussendlich sollte Ihr Kind beim Aussuchen seiner Schuhe mitreden dürfen – schließlich soll ihm die Optik auch gefallen, da so der Anreiz, mit den Schuhen zu gehen und sich zu bewegen, viel größer ist.

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