Di, 21. November 2017

Erfolgreiche Tests

15.07.2013 16:02

Ministerin Doris Bures für „Alko-Sperren“-Gesetz

Nach den großen Erfolgen in Finnland, wo seit 2008 durch "Alko-Sperren" 12.000 Autofahrten betrunkener Lenker verhindert wurden (siehe Infobox), überlegt man auch in Österreich, Wegfahrsperren gesetzlich zu verankern. Dabei müssen Lenker vor Antritt der Fahrt ins Röhrchen blasen - erst dann lässt sich der Wagen starten.

"Wenn es bei den Pilotversuchen ein positives Ergebnis gibt, bin ich dafür, dass wir diese neue Form der Prävention gesetzlich verankern. Alkohol ist die Ursache für sechs bis acht Prozent der tödlichen Unfälle", so Verkehrsministerin Doris Bures.

"Von 26.000 Personen jährlich, denen der Führerschein abgenommen wird, setzt sich rund die Hälfte weiter alkoholisiert hinters Lenkrad", stellte Armin Kaltenegger vom Kuratorium für Verkehrssicherheit bei einer Untersuchung, die in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsministerium gemacht wurde, fest.

Experte: "Tests laufen sehr erfolgreich"
Pilotprojekte in Salzburg und Oberösterreich ergaben, dass - so das KfV - die Alko-Sperren sehr gut angenommen würden. Zehn Taxi-Unternehmen und fünf Schülertransporte aus Salzburg machen freiwillig mit. Kaltenegger: "Wie es jetzt aussieht, laufen die Tests sehr erfolgreich. Sobald diese abgeschlossen sind, sollte man das Projekt einführen." Auch bei der EU scheint das Alko-Sperren-System ein Thema zu werden. Doch dürfte es, wie so oft, länger dauern. Kaltenegger empfiehlt daher, nicht auf eine europaweite Lösung zu warten, sondern selbst zu handeln.

Auch der Chefjurist des ÖAMTC, Martin Hoffer, ist nicht abgeneigt: "Warum nicht?" Ähnlich der Praxis in Finnland würden Alkolenker, die sich eine Wegfahrsperre einbauen lassen (Kostenpunkt: 1.000 Euro), ihren Führerschein früher zurückbekommen.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden