Mo, 20. November 2017

„Bin wieder da“

12.07.2013 12:58

Wirbel um Facebook-Sperre für FP-Chef Strache

"Ich wünsche der Facebook-Gemeinde einen wunderschönen Abend. Ich bin wieder da!!!!" Mit diesen Worten hat sich FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache am Donnerstagabend auf Facebook zurückgemeldet, nachdem man ihn laut eigenen Angaben "in den letzten drei Tagen daran gehindert" habe, "hier auf meinem Profil zu posten". Am Freitag entschuldigte sich Facebook für die "entstandenen Unannehmlichkeiten".

"Nach eingehender Prüfung des User-Operations-Teams in Irland wurde die temporäre Sperrung der Administratoren wieder aufgehoben. Wir entschuldigen uns für die dadurch entstandenen Unannehmlichkeiten", hieß es am Freitag in einer Stellungnahme von Facebook gegenüber der IT-Plattform "Futurezone". Die genauen Gründe für die Sperrung bleiben jedoch weiterhin unklar.

Donnerstagmittag hatte Strache noch gemutmaßt, dass er von den USA überwacht werde. Der Zugang zu seiner Facebook-Seite sei "ohne Angabe eines Grundes" beschränkt worden, außerdem seien gepostete kritische Einträge zur Causa Snowden verschwunden.

FPÖ: "Wahrung amerikanischer Interessen"
"Strache wurde für 30 Tage die Möglichkeit genommen, Beiträge auf seinem Facebook-Profil zu veröffentlichen. Gleichzeitig verschwanden zwei Einträge von der Seite, die sich kritisch mit dem von Edward Snowden aufgedeckten Spionage-Skandal auseinandersetzten: Straches diesbezügliche Rede im Plenum des Nationalrats sowie eine Presseaussendung, in der er die lückenlose Aufklärung der Vorgänge forderte", kritisierte die FPÖ.

Hintergrund dieser "Einmischung in den österreichischen Wahlkampf" sei nicht etwa ein Verstoß gegen Nutzungsbedingungen, sondern offenbar die "Wahrung amerikanischer Interessen".

Sperre laut Facebook nicht politisch motiviert
Facebook hatte bereits am Donnerstag erklärt, dass die Maßnahme auf keinen Fall politisch motiviert gewesen sei. "Ganz sicher kein Grund für eine Sperrung ist Kritik an Facebook oder Kommentare zu aktuellen politischen Debatten", sagte eine Unternehmenssprecherin.

"Die Vielzahl an kritischen Kommentaren auf Facebook zeigt überdeutlich, dass Facebook ein Plattform ist, die Kritik nicht nur ermöglicht, sondern aktiv nach Rückmeldung fragt", teilte das Unternehmen mit. Grundsätzlich könne es verschiedene Gründe geben, warum ein Konto gesperrt wurde oder man auf einer bestimmten Seite nichts mehr posten kann.

Am Abend feierte der Chef der Freiheitlichen schließlich sein "Comeback" auf der sozialen Plattform. "Mein persönlicher Account ist zwar noch gesperrt, aber ein zusätzlicher Administrations-Account wurde vor Ablauf der verhängten Sperre wieder freigegeben. Ich freue mich jedenfalls, mit Euch wieder über Facebook kommunizieren zu können", postete Strache, der von einem "offenbaren Einlenken" des Unternehmens sprach.

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