Sa, 18. November 2017

Qualen vermeiden

17.07.2013 08:21

Tipps für einen Urlaub im Sinne des Tierschutzes

Andere Länder, andere Sitten. Doch was Touristen auf den ersten Blick als reizvolle Urlaubsattraktion erscheint, ist oftmals für Tiere mit Qualen verbunden. Die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" gibt Tipps, wie man auch im Ausland Tieren gegenüber respektvoll bleibt.

Was vor allem in südlichen Ländern dem Urlauber sofort ins Auge springt, ist die Anzahl an streunenden Hunden oder Katzen. Man lässt sich als Tierliebhaber leicht dazu verleiten, die Tiere zu füttern. "Das Problem ist, dass sich die Streuner sehr rasch an diese Nahrungsquelle gewöhnen", sagt "Vier Pfoten"-Kampagnenleiterin Nikola Furtenbach. Kaum ist die Saison vorbei, verhungern viele Streuner und ihre Jungen, weil das Futter ausbleibt.

"Besser als sie zu füttern ist es daher, eine ortsansässige und anerkannte Tierschutzorganisation direkt am Urlaubsort mit einer Spende zu unterstützen, damit langfristig Futter und Kastrationen finanziert werden können", so Furtenbach.

Tiere als Touristen-Unterhaltung
Für viele Menschen ist der Ausritt auf einem Tier ein besonderes Urlaubsvergnügen. Nicht nur Pferde und Ponys, auch Elefanten, Kamele oder Esel werden den Touristen angeboten. Die Haltungsbedingungen und der Zustand dieser Tiere ist aber häufig sehr problematisch. Sie sind den ganzen Tag der Hitze ausgesetzt – oft ohne ausreichend Wasser, Futter und Schatten. Nicht passende Sättel und Zaumzeuge führen zu Scheuerstellen und offenen Wunden, die sehr schmerzhaft sind.

Insbesondere für Wildtiere bedeutet der ständige Kontakt mit Menschen Stress. Für den Urlauber kann der direkte Kontakt zum Beispiel zu Elefanten im schlimmsten Fall sogar tödlich enden. Auch mangelhafte Tierhaltung in vielen Zoos und Tierparks sollte nicht durch Eintrittsgelder unterstützt werden.

Die "Vier Pfoten" empfehlen außerdem, sich von Sport- und Wettkämpfen mit Tieren fernzuhalten. Ob es die traditionellen Stierkämpfe in Spanien, Südfrankreich, Portugal und in Teilen Südamerikas oder grausame Hunde- oder Bärenkämpfe sind: Ihnen ist gemein, dass Tiere dafür gequält werden. "Je weniger Menschen sich an dem Geschäft mit den Tieren beteiligen, desto schneller wird es beendet", so Furtenbach. "Derartige Veranstaltungen sollten nicht mit Eintrittsgeld unterstützt werden."

Lebendige Fotomotive
In vielen Urlaubsländern werden Wildtierbabys zur Schau gestellt und in belebten Straßen, am Strand oder in der Diskothek als Touristenattraktion missbraucht. Für ein paar Euro dürfen sie angefasst, auf den Arm genommen und Fotos mit ihnen gemacht werden. Ahnungslose Touristen wissen nicht, welch leidvolles Geschäft sie damit unterstützen.

Die Tierbabys werden viel zu früh von ihren Müttern getrennt und oft schlecht ernährt, damit sie lange klein bleiben. Die Tiere stehen unter permanentem Stress und leiden unter den nicht tiergerechten "Arbeitsbedingungen". Manchen Tieren werden zuvor Krallen und Eckzähne entfernt oder sie werden mit Medikamenten ruhig gestellt, damit sie sich besser handhaben lassen. "Wenn Sie im Urlaubsland auf solch ein Angebot treffen, sagen Sie dem Hotelmanager oder Reiseveranstalter Bescheid. Je mehr Kunden sich beschweren, desto schneller finden solche Angebote ein Ende", empfiehlt Nikola Furtenbach.

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