So, 19. November 2017

Besitzer verzweifelt

15.07.2013 08:53

Sitterin schweigt zum Tod von betreutem Pudel

Wie zahlreiche andere Hundebesitzer auch, wollten Sabine Dax und ihr Lebensgefährte ihre Vierbeiner während einer Thailand-Reise bei einer Tiersitterin unterbringen, die ihnen von Bekannten empfohlen worden war. Doch nur eine Woche nach Abflug erreichte sie die Nachricht, dass ihre geliebte Pudelhündin "Ilvy" gestorben sei - die Umstände sind bis heute noch nicht restlos geklärt.

"Der Verlust unserer Ilvy tut mir immer noch sehr weh", erzählt eine traurige Sabine Dax. Die Hundehalterin weiß bis heute nicht genau, warum ihr Vierbeiner sterben musste, während er sich bei einer Sitterin in Urlaubsbetreuung befand. "Bis heute hat uns die Dame nicht aufgeklärt, der Fall geht nun vor Gericht", so Dax. "Uns geht es nicht darum, jemanden schlecht zu machen. Aber wie man mit uns umgeht, ist ein Skandal!"

Tiersitterin erschien seriös
Was war geschehen? "Mein Lebensgefährte und ich haben nur wenig Urlaub im Jahr. Diesen verbringen wir meistens in Thailand und bringen unsere Hunde bei meiner Mutter unter, was letztes Jahr aber leider nicht möglich war", erzählt Sabine Dax. Eine Bekannte empfahl dem tierlieben Paar schließlich eine Hundesitterin in Niederösterreich. "Wir haben die Frau besucht und unsere Hunde schon vorab übers Wochenende zum Kennenlernen abgegeben. Alles lief bestens."

Im Urlaub die Nachricht: Ilvy ist tot
"Als wir im Dezember 2012 unseren Urlaub antraten, wurde uns versichert, uns über unsere Hunde ständig am Laufenden zu halten. Ein paar Tage später schrieben wir der Sitterin SMS und versuchten, sie zu erreichen - leider erfolglos", erinnert sich Sabine Dax. Etwa eine Woche nach Abflug meldete sich ein Bekannter mit einer schrecklichen Nachricht telefonisch bei dem Paar: Ilvy war gestorben. Warum, wisse er nicht. Dax: "Wir waren geschockt und furchtbar traurig."

Sitterin verschweigt genaue Informationen
Tage später schrieb die Sitterin ihren Kunden eine E-Mail: Ilvy sei von einem anderen Gasthund angefallen und totgebissen worden. Das Paar verlangte genaue Informationen darüber, wie sich das Drama abgespielt hatte. "Bis heute haben wir von der Frau keine Stellungnahme erhalten. Auch Unterlagen vom Tierarzt wurden uns verweigert", so die geschockte Sabine Dax. "Bis heute wissen wir nicht, was mit Ilvy genau passiert ist."

Anwalt: "Pudel generell herzkrank"
Sabine Dax hat mittlerweile einen Anwalt eingeschaltet, um den Vorfall endlich aufklären zu können und Gewissheit zu erlangen. Die Stellungnahme der Gegenseite ruft bei der Tierhalterin Kopfschütteln hervor: "Der Anwalt der Sitterin hat argumentiert, dass Pudel generell herzkrank seien und dies vermutlich die Ursache für Ilvys Tod gewesen sein soll. Unsere Maus ist aber ständig tierärztlich betreut worden und war kerngesund. Er schrieb außerdem, sei sei unsozialisiert gewesen - kompletter Unsinn."

"Genau hinsehen, wem man Tiere anvertraut"
Sabine Dax und ihr Mann bemühen sich weiter um lückenlose Aufklärung: "Man muss wirklich genau hinsehen, wo man seine Tiere lässt und wem man sie anvertraut." Nicht nur die Halter, auch Zweithund "Nelly" litt sehr unter Ilvys Tod. "Nelly hat Ilvys Tod offenbar mitangesehen und reagiert seitdem verstört auf andere Hunde. Wir haben nun noch ein Pudelmädchen adoptiert, damit sie nicht mehr so trauert."

Sabine Dax stellte beim neuerlichen Hundekauf eine Bedingung: "Die Züchterin muss den Hund jederzeit in Betreuung nehmen - damit wir nicht noch einmal an so einen Sitter geraten." Die Verhandlung ist für September angesetzt.

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