Fr, 24. November 2017

Betreiber wehrt sich

08.07.2013 10:04

Schwere Mängel im Tierschutzhaus Arche Noah

"Eine tierschutzkonforme Unterbringung im Tierheim Arche Noah ist unter den dort vorherrschenden Bedingungen nicht gewährleistet", heißt es in einem Bericht des Landes Steiermark. Nach einer unangemeldeten Kontrolle wurde jetzt eine Förderung auf Eis gelegt. In der Arche Noah weist man die Vorwürfe zurück.

Am 7. Juni war ein Veterinär der Stadt Graz in der Arche Noah, mit dabei eine Veterinärin des Landes Steiermark. Die Kontrolle war unangemeldet. Die Berichte der beiden Amtstierärzte haben es in sich – und können für die Arche Noah existenzbedrohend sein. Aufgrund der Berichte wird die Quartalsförderung von 114.025 Euro vom Land vorerst nicht ausbezahlt. Die Mängel müssen raschest behoben werden.

Lange Liste mit Beanstandungen
Ein Auszug aus den Beanstandungen: Überbelegung, zu viele Hunde in Zwingern beziehungsweise zu kleine "Innenzwinger", die Zwinger 1 bis 21 würden Mindestanforderungen nicht erfüllen, Schutzhütten in Zwingern könnten nicht gereinigt werden, Hundeunterbringung in nicht geeigneten Räumen (mit elektrischen Leitungen in Reichweite der Tiere), immer noch fehlende Quarantänestation für Katzen, mangelhafte Vorkehrungen gegen Seuchen und ähnliches.

Betreiber verortet Rachefeldzug
Im Land sucht man schon Ausweichquartiere für die Tiere der Arche Noah. Betrieben wird das Tierheim vom Aktiven Tierschutz Steiermark. Präsident Herbert Oster: "Ja, wir sind überbelegt, aber wir brauchen hier nur beim Land ein Ansuchen stellen. Die Quarantänestation wird ab August gebaut!" Oster ortet einen Rachefeldzug der Veterinäre, weil man in der Arche eine Tierklinik betreibe "und Tierärzten das Geschäft wegnimmt". Er droht dem Land mit einer Klage – und der Schließung der Arche.

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