Sa, 18. November 2017

Listenhunde in Wien

01.07.2013 12:06

Drei Jahre verpflichtender Hundeführschein

Seit 1. Juli 2010 gilt in Wien der verpflichtende Hundeführschein für Halter von sogenannten "Kampfhunden" und für alle, die mit dem Hund "äußerln" oder spazieren gehen. Getroffen wurde die Maßnahme, nachdem sich 2010 89% der Wiener bei einer Bürgerbefragung für einen verpflichtenden Hundeführschein ausgesprochen hatten. Bisher haben nach Angaben der Stadt Wien 5.003 Personen den Schein positiv absolviert.

Ulli Sima ist mit der Umsetzung zufrieden: "Als Tierschutzstadträtin geht es mir um ein friedliches Miteinander von Mensch und Hund in unserer Stadt und der Hundeführschein ist eine der vielen Maßnahmen dazu", so Sima anlässlich des "dritten Jahrestages".

Evaluation zum Jahresende
Evaluiert wird der verpflichtende Hundeführschein laut rot-grünem Regierungsübereinkommen Ende 2013. Betroffen von der Maßnahme sind Halter der Rassen Staffordshire Bullterrier, American Staffordshire Terrier, Mastino Napoletano, Mastin Espanol, Fila Brasileiro, Mastiff, Bullmastiff, Tosa Inu, Pit Bull Terrier, Rottweiler, und Dogo Argentino sowie Mischlinge aus diesen Rassen.

Schwerpunktkontrollen durch Polizei
Die Prüfung besteht aus einem theoretischem und einem praktischen Teil, der Hundehalter muss zeigen, dass er jede Situation in der Stadt mit seinem Tier im Griff hat und mit seinem Hund richtig umgehen kann. Kontrolliert werden die gesetzlichen Regelungen von der Polizei in enger Kooperation mit der MA 60. Es werden regelmässig Schwerpunktkontrollen in allen Bezirken durchgeführt. "Erfreulicherweise hält sich Großteil der Hundebesitzer an die bestehenden Regeln, dafür möchte ich mich bedanken", so Sima.

8.000 absolvierten freiwilligen Führschein
Neben dem verpflichtendem Schein gibt es auch den freiwilligen für die Halter aller anderen Vierbeiner. Bislang haben rund 8.000 Hundefreunde davon Gebrauch gemacht, sie ersparen sich die Hundeabgabe im ersten Jahr und erhalten Leckerli für ihre Vierbeiner. Aktuell gibt es zusätzlich eine einmalige Aktion der Stadt: Sie übernimmt die Prüfungsgebühren von 25 Euro beim freiwilligen Hundeführschein.

Rasseliste hat viele Gegner
Viele Hundefreunde und Experten hoffen, dass die Rasseliste nach der Evaluation des Führscheins abgeschafft wird. Einzelne Rassen als grundsätzlich gefährlich einzustufen sei sinnlos, so die Kritik. Verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen unterstreichen diesen Einwand. Stattdessen wünschen sich die Gegner der Liste einen verpflichtenden Hundeführschein für Halter aller Rassen und Mischlinge.

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