Sa, 21. Oktober 2017

Erfolg für WWF

25.06.2013 14:59

Tierschmuggel in Russland zum Verbrechen erklärt

Das russische Parlament hat Gesetzesänderungen beschlossen, wonach Wilderei und der Handel mit seltenen Tierarten zu Verbrechen erklärt werden. Die neue Gesetzeslage gilt für Amurtiger, den Fernöstlichen Leoparden sowie für Schneeleoparden, Eisbären und weitere streng geschützte Tierarten.

"Damit wird endlich eine Gesetzeslücke geschlossen. Ungeachtet des Wertes und des Umfangs der Schmuggelware fällt das Delikt nun ins Strafrecht", so Igor Chestin, Geschäftsführer des WWF in Russland. Die Tierschutzorganisation kündigte an, dass sie sich für weitere Verschärfungen stark machen werde.

Bisher galt die Regelung, dass Schmuggler erst dann als Verbrecher angeklagt werden, wenn sie mit Tieren oder Tierteilen handeln, die mehr als eine Million Rubel (ca. 23.000 Euro) wert sind. Leider sah die russische Gesetzgebung bisher keine Instrumente zur Berechnung des Wertes dieser Tiere vor, die nicht Teil des illegalen Artenhandels sind.

Auch Lagerung und Transport strafbar
Neben der Neuregelung werden auch die Lagerung und der Transport von solchen gefährdeten Tierarten unter Strafe stehen. Das erhöht den Druck auf die Händler. "Dank dieser Gesetzesänderungen haben wir nun eine wirksame Handhabe, um vor allem die Nachfrage nach Teilen von Amurtigern am internationalen Schwarzmarkt auf null zu reduzieren", so Chestin.

Nur noch 3.200 wilde Tiger
Tigerteile werden in den Ländern Asiens aus Aberglauben in der traditionellen Medizin verwendet, was zu einer weltweiten Dezimierung wild lebender Tiger auf nur mehr 3.200 Exemplare in 13 Ländern Asiens geführt hat. Vier von ursprünglich neun Tigerunterarten sind in den letzten Jahrzehnten praktisch ausgestorben. Die neuen Gesetze gehen dem WWF aber noch nicht weit genug, denn sie enthalten noch nicht alle vorgeschlagenen Änderungen für eine lückenlose Gesetzgebung gegen Wilderei und illegalen Artenhandel.

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